Verkehr

H-Bahn an der TU Dortmund soll nach Unfall sicherer werden

Die Feuerwehr verschaffte sich mit Hilfe einer Drehleiter Zugang zu den Fahrgästen in dem beschädigten Waggon.

Die Feuerwehr verschaffte sich mit Hilfe einer Drehleiter Zugang zu den Fahrgästen in dem beschädigten Waggon.

Foto: PHOTOZEPPELIN.COM

Dortmund.   Die H-Bahn auf dem Campus der Technischen Universität Dortmund soll aufgerüstet werden. Vier Wochen nach der Kollision eines Waggons mit einem Container lässt der Betreiber nun prüfen, wie man solche Unfälle in Zukunft vermeiden könnte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die H-Bahn auf dem Campus der Technischen Universität soll aufgerüstet werden. Vier Wochen nach der Kollision eines H-Bahn-Waggons mit einem Container lässt der Betreiber nun prüfen, wie man solche Unfälle in Zukunft vermeiden könnte.

Laut Johannes Dürwald, Ingenieur bei der H-Bahn-Gesellschaft Dortmund mbH, soll eine Studie zeigen, ob man die Bahn mit Sensorik ausrüsten kann, die Hindernisse auf der Strecke erkennt. So würde die führerlos gesteuerte Bahn automatisch abbremsen. „Nach dem Unfall haben wir direkt überlegt, was man tun kann, damit so etwas in Zukunft nicht noch einmal passiert“, sagt Dürwald. Die Studie zu erstellen, wird voraussichtlich drei Monate dauern.

23 Verletzte bei H-Bahn Unfall

Am Morgen des 15. Mai war ein Waggon der H-Bahn auf dem Campus der TU am Vogelpothsweg gegen einen Bauschutt-Container gestoßen, der gerade von einem Lastwagen aufgeladen wurde.

Techniker schätzen, dass die Bahn bei der Kollision mit rund 40 Stundenkilometern unterwegs war. 34 Personen waren zum Zeitpunkt des Aufpralls um acht Uhr morgens hinter der Haltestelle Campus Nord in dem Waggon. 23 von ihnen wurden verletzt und zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht. 21 Fahrgäste wurden ambulant behandelt, darunter auch der Fahrer des Lastwagens. Zwei Personen wurden so schwer verletzt, dass sie zur stationären Behandlung erst einmal im Krankenhaus bleiben mussten.

Unfall-Bahn kann nicht mehr benutzt werden

Die Bahn wurde durch den Unfall verzogen und kann nicht mehr benutzt werden. Den entstandenen Schaden schätzt die H-Bahn-Gesellschaft, die zu den Stadtwerken gehört, auf mehr als 100.000 Euro. Wie und ob der Waggon repariert werden kann, ist noch unklar: Die Bahnen sind Einzelstücke und werden vom ursprünglichen Hersteller Siemens nicht mehr gebaut. Damit der Fahrbetrieb an der TU wie gewohnt weiter geht, sind die übrigen drei Bahnen nun im Dauereinsatz. Sie werden deshalb am Wochenende oder nachts gewartet. Die H-Bahn-Gesellschaft rechnet damit, für mindestens ein Jahr vorläufig mit drei Bahnen auskommen zu müssen.

Derweil ermittelt die Polizei weiter, wie genau es zu dem Unfall kommen konnte. Alle Beteiligten werden vernommen. Als Unfallverursacher gilt bislang der Lastwagenfahrer.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (6) Kommentar schreiben