Wahl im DSW21-Aufsichtsrat

Guntram Pehlke bleibt Stadtwerke-Chef - trotz Gegenwind

Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke.

Stadtwerke-Chef Guntram Pehlke.

Foto: Dieter Menne

Dortmund.  Der Aufsichtsrat der Dortmunder Stadtwerke (DSW21) hat Guntram Pehlke turnusgemäß für weitere fünf Jahre zum Vorstandsvorsitzenden wiederbestellt. Allerdings so einig über die "hervorragende Arbeit" Pehlkes an der Spitze der wichtigsten Stadttochter, wie in der DSW21-Presseerklärung dargestellt, war sich der Aufsichtsrat nicht.

Während Pehlke die Arbeitnehmerbank des paritätisch besetzten Aufsichtsrates hinter sich hatte, gab es in den Reihen der Ratsvertreter auch Ablehnung. Die Grünen stimmten gegen Pehlkes Wiederbestellung, FDP und Die Linke enthielten sich.

Die enge Anbindung von DSW21 an den angeschlagenen Energieriesen RWE entspricht nicht Grünen-Positionen, angefangen mit der Beteiligung der DSW-Tochter DEW am verlustreichen Pannenkraftwerk Gekko über die Beibehaltung von RWE als Gesellschafter bei DEW bis zum Nachkauf von 2,4 Millionen RWE-Aktienüber die KEB-Holding im Jahr 2009 beziehungsweise 2014. Damaliger Kurs: 46 Euro pro Aktie. Bekanntlich ist die RWE-Aktie aktuell auf einen Wert um die zehn Euro gefallen.

Licht und Schatten

Seit neun Jahren lenkt Pehlke den DSW-Konzern. Für die FDP bedeutet die strategische Ausrichtung von DSW Licht und Schatten. So war die Ratsfraktion FDP/Bürgerliste schon aus ordnungspolitischen Gründen von Anfang an gegen die Beteiligung von DSW und der Tochter DEW am Kraftwerksbetreiber Steag. Dort rechnet man aufgrund der Entwicklungen auf dem Energiemarkt für die nächsten zwei Jahren mit einer Delle. Und auch mit der Gekko-Beteiligung, die bei einem Ausstieg für DEW einen Verlust von 100 Millionen Euro bedeuten kann, gehört zu den großen Herausforderungen für die DEW-Mutter DSW.

DSW-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister Ullrich Sierau dagegen stellte als Beispiele für die erfolgreiche Arbeit Pehlkes die Restrukturierung von DEW21 heraus, die Weiterentwicklung der Steag, die Entwicklung des Dortmunder Flughafens und die Konsolidierung städtischer Töchter wie das Wohnungsunternehmen Dogewo.

Amtszeit geht bis zum 30. Juni 2021

Dem Unternehmensverbund gehört Pehlke seit dem 1. Juli 2006 an. Seit dem 1. Oktober 2006 als Vorsitzender des DSW21-Vorstands. Seine weitere Amtszeit beginnt am 1. Juli 2016 und läuft bis zum 30. Juni 2021.

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