Gericht

Geldstrafe für Neonazi nach Attacke gegen Journalisten

Am Montag musste sich der Angeklagte vor Gericht verantworten.

Am Montag musste sich der Angeklagte vor Gericht verantworten.

Foto: Jörn Hartwich

Dortmund.  Ein 25-jähriger Dortmunder hatte auf einer Kundgebung der Partei "Die Rechte" einen Reporter zu Boden gestoßen und ihn damit verletzt.

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Ein Dortmunder Neonazi ist am Montag zu 1350 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 25-Jährige hatte auf einer Kundgebung der Partei "Die Rechte" einen Journalisten zu Boden gestoßen, der ihn gefilmt hatte. Einer anderen Journalistin wurde das Handy weggedrückt.

Der Angeklagte hatte die Taten zwar zugegeben, trotzdem einen Freispruch gefordert. Der 25-Jährige sprach vor Gericht von Notwehr. Die beiden Journalist hätten ohne sein Einverständnis Nahaufnahmen von ihm gemacht, obwohl er gar nichts besonders getan hätte. In beiden Fällen sei er schon auf dem Heimweg gewesen.

Reporter verletzte sich

"Ich wollte niemanden verletzten", sagte der Dortmunder im Prozess. "Ich wollte nur nicht gefilmt werden." Der erste Angriff stammt schon aus August 2014. Der Angeklagte hatte den Reporter einer Sonntagszeitung zu Boden gestoßen, der sich dadurch leichte Verletzungen zuzog.

Der andere Übergriff passierte am Rande einer Bürgerversammlung zum Thema Flüchtlinge - im Januar 2015. Dort hatte der 25-Jährige mit einer Journalistin um ihr Handy gerangelt, dann aber doch von ihr abgelassen. Das Urteil lautet auf Körperverletzung und Nötigung.

Eine Notwehrlage konnten die Richter nicht erkennen. Wer öffentliche Veranstaltungen verlasse und sich dabei noch in einer Gruppe befinde, müsse damit rechnen, fotografiert oder gefilmt zu werden, hieß es im Urteil.

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