Ruhrpott-Karneval

Geierabend kreist über Dortmund und „Ruhrdistan“

An 36 Abenden führt der nunmehr 21. Pott-Karneval in Dortmunds Zeche Zollern diesmal „Durch das wilde Ruhrdistan“. Foto: Knut Vahlensieck

An 36 Abenden führt der nunmehr 21. Pott-Karneval in Dortmunds Zeche Zollern diesmal „Durch das wilde Ruhrdistan“. Foto: Knut Vahlensieck

Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.   Der Ruhrpott-Karneval „Geierabend“ startet wieder am 5. Januar 2012 voll durch. 36 Vorstellungen in der Zeche Zollern versprechen Lustiges mit regionalem Einschlag. Auch neue Gesichter führen dann „Durch das wilde Ruhrdistan“.

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Der Titel des allerersten Dortmunder „Tatorts“ steht – dank eines anonymen Informanten – mittlerweile fest: Kommissar Kralle wird in dem kniffligen Fall „Die Leiche war auf sich selber sauer“ ermitteln. Wie genau das Drehbuch dazu aussieht und viele weitere spektakuläre Geheimnisse werden ab dem 5. Januar in der Zeche Zollern II/IV gelüftet. Denn die Geier kreisen wieder. Und neue Gesichter sind auch dabei.

An 36 Abenden führt der nunmehr 21. Pott-Karneval diesmal „Durch das wilde Ruhrdistan“. Auch bei diesem Geierabend werde man wieder das tun, was man am besten könne, verspricht Regisseur Günter Rückert: „Zeigen, wie der Ruhri auf sich und die Welt schaut: bissig, skurril und furztrocken – in jedem Fall aber urkomisch“.

Euro, Fußball, U-Turm

Dabei haben sich die Geier ordentlich was vorgenommen: Sie erklären die Euro-Krise anhand von Ohrfeigen, sie retten den Ruf des deutschen Fußballs mit einer Schwulenquote und versprechen einen Masterplan zur Lösung der Probleme des U-Turms.

Wer solche Aufgaben angehen will, braucht ein ausgezeichnetes Team. Kein Problem für die „Geier“: Mit von der Partie sind alte Bekannte wie der Steiger, der Präsi, die Schönheitskönigin Miss Annen, die aufmüpfige Bandscheibe, der städtische Stimmungsprüfer Ernst Hubert Schmöll und die zwei trinkfesten Fußball-Philosophen „vonne Südtribüne“.

Drei neue Ensemble-Mitglieder

Unterstützt wird die Truppe außerdem von drei neuen Ensemble-Mitgliedern: Schauspielschüler Benedikt Hahn (27), der schon seit sechs Jahren als Regisseur und Mitglied beim Stadtkabarett Herten arbeitet, sowie die Kölnerin Miriam Nixen (24), die schon im vergangenen Jahr als „Missgeburts“ hysterische Schwester Tina am Geierabend mitgewirkt hat. Der Neue am Klavier wird Pianist Oleg Bordo sein.

Ein Jubiläum gibt es auch noch: „Zum zehnten Mal verleihen wir unseren Anti-Orden ‘Pannekopp des Jahres’“, verkündet Martin Kaysh alias Steiger. Einen möglichen Kandidaten für den 28 Kilo schweren Orden aus Stahlschrott hat er schon ins Auge gefasst: „Der Dortmunder Weihnachtsmarkt hat sich mit dem Ball auf dem Baum ja quasi schon selbst nominiert.“

Vorverkauf läuft

Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange. Karten gibt es für 32 Euro (erm. 20,90 Euro) in allen Leserläden der Westfälischen Rundschau und WAZ (etwa am Ostenhellweg in Dortmund), im KulturInfoShop in der Sparkasse Dortmund, in der Gastronomie Tante Amanda sowie im Internet.

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