Zweckbündnis für Posten

FDP/Bürgerliste gibt AfD einen Korb - Deal mit CDU

Das Rathaus in Dortmund.

Das Rathaus in Dortmund.

Foto: Archivfoto: Dieter Menne

Dortmund.  Das umstrittene Zweckbündnis von FDP/Bürgerliste und der Alternative für Deutschland (AfD) ist vom Tisch. Mit einer so genannten "Zählgemeinschaft" wollten sich beide Ratsfraktionen Posten in Aufsichtsräten städtischer Gesellschaften sichern. Grund für den Korb ist ein Deal, den FDP und Bürgerliste nun mit der CDU machen.

Die Fraktion FDP/Bürgerliste nimmt das Angebot der CDU an, ihr drei nach dem Kräfteverhältnis der Fraktionen zustehende Aufsichtsratsmandate abzutreten. Hätten sich FDP/Bürgerliste und AfD, wie zuletzt diskutiert, zur Ratssitzung am Donnerstag zu einer Zählgemeinschaft zusammengeschlossen, hätte die CDU fünf, die Grünen einen Aufsichtsratsmandat eingebüßt.

Nach der Vereinbarung mit der FDP/Bürgerliste vom Wochenende wären die Christdemokraten nun in den drei betroffenen Aufsichtsräten mit zwei statt drei Ratsvertretern dabei.

Posten bei DSW21, Westfalenhallen und Konzerthaus

Dem Vernehmen nach wird der Fraktionsvorsitzende der FDP/Bürgerliste einen Sitz im Aufsichtsrat von DSW21 als "Konzernmutter" diverser städtischer Gesellschaften übernehmen. Die Ratsvertreter Heinz Dingerdissen (FDP) und Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste) sind für die Aufsichtsräte von Westfalenhallen und Konzerthaus im Gespräch.

Der Rat entscheidet in seiner Sitzung am Donnerstag über die Besetzung der städtischen Aufsichtsräte. Dabei könnte es nun sogar zu einer fraktionsübergreifenden Liste kommen, die die Anteile der Fraktionen nach dem Rats-Wahlergebnis vom 25. Mai berücksichtigt.

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