Coronaschutz-Impfung

Nummer verwechselt: Lkw-Fahrer tröstet Impfhotline-Anrufer

„Die älteren Menschen waren wirklich verzweifelt“, sagt ein Lkw-Fahrer, dessen Telefonnummer mit der der Impfhotline verwechselt wird: „Ein 80-Jähriger sagte mir, dass er seit 10 Stunden versucht, einen Termin zu kriegen.“

„Die älteren Menschen waren wirklich verzweifelt“, sagt ein Lkw-Fahrer, dessen Telefonnummer mit der der Impfhotline verwechselt wird: „Ein 80-Jähriger sagte mir, dass er seit 10 Stunden versucht, einen Termin zu kriegen.“

Foto: Felix Kästle / dpa

Dortmund.   63 Anrufe in Abwesenheit - bei einem Lkw-Fahrer rufen Massen Impfwilliger an. Sie verwechseln seine Telefonnummer mit der offiziellen Hotline.

Weil seine Handynummer in acht Ziffern gleich mit den Impfhotlines für NRW ist, bekommt Lkw-Fahrer Michael S. aus Dortmund seit Montag zahlreiche Anrufe - und ist zu einem Trostspender für viele ältere Menschen geworden.

„Um 8 Uhr Morgens fing das am Montag plötzlich an“, so Michael S. zur Deutschen Presse-Agentur. Es seien inzwischen „unendlich viele“ Anrufe bei ihm eingegangen: „Einmal hatte ich 63 Anrufe in Abwesenheit. Der späteste war um 21.20 Uhr.“ Am Donnerstagmorgen „waren es erst vier.“ Der Dortmunder ging - so weit es die Arbeit zuließ - auch ran und sprach mit den Senioren oder deren Kindern, die für die Eltern einen Termin zur Coronaschutz-Impfung ausmachen wollten.

„Ich habe versucht, die älteren Herrschaften zu beruhigen"

„Die älteren Menschen waren wirklich verzweifelt“, so der Dortmunder: „Ein 80-Jähriger sagte mir, dass er seit 10 Stunden versucht, einen Termin zu kriegen.“ Michael S. spendete Trost: „Ich habe versucht, die älteren Herrschaften zu beruhigen. Und ihnen gesagt, dass sie ganz bestimmt auch noch einen Termin kriegen.“ Letztlich hätten sich die Anrufer „zig Mal entschuldigt“, so Michael S. bei WDR2. „Aber viele Gespräche haben mich wirklich gerührt“, so der Lkw-Fahrer zur dpa. (dpa)

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