Kirchentag

Evangelischer Kirchentag 2019: Was Besucher wissen müssen

In den kommenden Tagen beginnt der Evangelische Kirchentag. In ganz Dortmund finden verschiedene Veranstaltungen statt.

In den kommenden Tagen beginnt der Evangelische Kirchentag. In ganz Dortmund finden verschiedene Veranstaltungen statt.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Der Evangelische Kirchentag startet am 19. Juni in Dortmund. Die wichtigsten Informationen zum religiösen Großereignis im Ruhrgebiet.

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Schon jetzt sind die Vorboten des 37. Evangelischen Kirchentags überall zu sehen. Vom 19. bis zum 23. Juni wird Dortmund zur Hochburg für Gläubige und auch Nicht-Gläubige. Zahlreiche Aktionen und Programmhöhepunkte sind geplant. Die evangelische Kirche rechnet mit mehr als 100.000 Teilnehmern, zum Auftakt, dem „Abend der Begegnung“, sogar mit 200.000 Menschen. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Großereignis zusammengefasst.

Was ist der Evangelische Kirchentag?

Der Kirchentag will eine Zusammenkunft von Gläubigen mit Kultur und politischer Diskussion vereinen. Im Mittelpunkt stehen zentrale gesellschaftliche Themen, die mit Theologen und Politikern diskutiert werden. In diesem Jahr geht es vor allen um die Themen „Neuer Konservatismus“, Klimawandel, Digitalisierung und feministische Theologie. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag steht unter dem biblischen Leitspruch „Was für ein Vertrauen“. Damit wollen die Kirchentagsveranstalter bewusst ein Zeichen setzen in einer Zeit, in der Vertrauen verstärkt zur politischen Ressource wird.

Wer kommt zum Kirchentag?

Unter den Gästen sind unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. Auch katholische Bischöfe haben sich angekündigt.

Wo finden die Veranstaltungen statt?

Alle Veranstaltungen finden in Dortmund statt. Die gesamte Innen- und Nordstadt wird Austragungsort der rund 2.400 Programmpunkte sein. So findet zum Beispiel einer der Eröffnungsgottesdienste auf einer zentralen Kreuzung am Ostentor statt. Anwohner müssen die gesamte Zeit mit Straßensperrungen und Verkehrsumleitungen rechnen. Die Westfalenhallen beherbergen viele der Veranstaltungen. Dort befindet sich auch der Markt der Möglichkeiten – eine Art Messe mit vielen Ständen von kirchlichen Organisationen, Parteien und öffentlichen Organisationen. Der Abschlussgottesdienst wird im Signal-Iduna-Park gefeiert.

Was kosten die Karten für den Kirchentag?

Eine Dauerkarte kostet in diesem Jahr 108 Euro, ermäßigt 62 Euro. Familien zahlen 168 Euro, Studierende aus NRW 29 Euro. Tageskarten kosten 35 Euro, ermäßigt 19 Euro. Online kann man kurzfristig keine Karten mehr bekommen – aber es gibt in vielen Buchhandlungen, Kirchengemeinden und kommunalen Einrichtungen in Dortmund noch Anlaufstellen. Die Kirchentag-Macher listen diese auf ihrer Homepage auf.

Wie kommt man am besten zum Kirchentag nach Dortmund?

Der Kirchentag kooperiert mit der Deutschen Bahn. Rund um Dortmund werden auf der Hauptachse Ruhrgebiet-Rheinland und auch in Richtung Hagen an allen vier Tagen Sonderzüge eingesetzt. Einen Überblick bietet die Deutsche Bahn hier (PDF-Datei). Wer komplett klimaneutral anreisen will, kann Rad fahren. Am Mittwochmorgen treffen sich anreisende Radfahrer zur großen Schlussetappe in Unna.

Wie komme ich während des Kirchentags von A nach B?

Die Kirchentagsveranstalter empfehlen, zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu benutzen. Im Stadtgebiet können Teilnehmer Fahrräder von „metropolradruhr“ zu günstigen Konditionen ausleihen. Dafür ist ein nextbike-Konto nötig. Der Rabattcode für den Kirchentag lautet 888288. Kirchentagstickets sind außerdem Fahrtausweise für den öffentlichen Nahverkehr. Der Fahrausweis gilt in den Tarifgebieten des VRR und des Westfalentarifs.

Kann ich für den Kirchentag Sonderurlaub nehmen?

In einigen Bundesländern fällt der Kirchentag nicht in die Schulferien. In der Regel können sich Schüler für die Teilnahme freistellen lassen. Dazu müssen sie meistens bei der Schulleitung einen Antrag stellen. Arbeitnehmer haben in vielen Bundesländern die Möglichkeit, für den Kirchentagsbesuch Sonder- oder Bildungsurlaub zu nehmen. In vielen Bundesländern wird der Kirchentag als Bildungsveranstaltung anerkannt. Nähere Informationen zu Freistellung und Beurlaubung gibt es auf www.kirchentag.de.

Zahlen zum 37. Evangelischen Kirchentag in Dortmund

  • Insgesamt 40.000 Teilnehmer übernachten in Gemeinschaftsquartieren wie Schulen und Turnhallen, 5.000 schlafen in privaten Unterkünften.
  • An 200 unterschiedlichen Orten sind insgesamt fast 2.400 Veranstaltungen geplant, darunter Bibelarbeiten, Podien, Gottesdienste und Konzerte.
  • Für die Kirchentagsgäste stehen stolze 25.000 Papphocker bereit.
  • Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ präsentieren sich etwa 750 zivilgesellschaftliche Gruppen und Initiativen.
  • Der Etat für den Kirchentag beträgt rund 20 Millionen Euro.
  • Finanziert wird die Großveranstaltung vor allem aus dem Verkauf von Eintrittskarten sowie Zuschüssen der Stadt Dortmund, des Landes Nordrhein-Westfalen und der westfälischen Landeskirche. 4.000 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz, für den Eröffnungs- und am Abschlusstag stehen außerdem jeweils rund 700 Feuerwehrleute und Rettungskräfte bereit.

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