Polizeieinsatz

Erpressungsversuch nach Verkehrsunfall in Dortmund

Als etwas langwieriger und komplizierter gestaltete sich eine Unfallaufnahme für die Polizei in Dortmund.

Als etwas langwieriger und komplizierter gestaltete sich eine Unfallaufnahme für die Polizei in Dortmund.

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Dortmund.  Erwartet haben die Dortmunder Polizisten anfangs eine normale Unfallaufnahme. Doch dann entpuppte sich das Ganze doch als komplizierter.

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“Nur Bares scheint Wahres“ überschreibt die Polizei aus Dortmund eine Mitteilung. Es gehe um eine „nicht alltägliche“ Unfallaufnahme.

Donnerstagnachmittag wurde die Polizei zu einem Verkehrsunfall an der Dortmunder Wittekindstraße gerufen. Weil so viele Menschen am Unfallort waren, konnten die Beamten zunächst nicht die beteiligten Fahrer ausmachen.

Zuerst sah es so aus, als sei ein 28-Jähriger aus Herne gegen 15.20 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen der Wittekindstraße in Richtung Nordosten gefahren. In Höhe der Hausnummer 98 scherte er laut Polizei beim Abbiegen zu weit aus und touchierte einen anderen Wagen. Dessen 39 Jahre alter Fahrer aus Dortmund prallte daraufhin gegen einen Bordstein.

Die Polizisten wurden stutzig

Doch die Beamten wurden stutzig, als sie den einzelnen Schilderungen des Vorfalls lauschten: zu viele Unstimmigkeiten. Sie bohrten nach, und es kam Folgendes heraus: Nicht der Herner sondern ein 17 Jahre alter junger Mann aus Neuss soll den Unfallwagen gefahren haben. Zu allem Überfluss hat der keinen gültigen Führerschein.

Die Geschichte geht noch weiter: Der Mann aus Dortmund soll quasi die Gunst der Stunde genutzt und mehrere tausend Euro „Schweigegeld“ von dem Jugendlichen gefordert haben. Es müssen „zähe“ Verhandlungen gewesen, berichtet die Polizei. Dann wollte sich der Jugendliche anscheinend darauf einlassen und zumindest einen Teil der geforderten Summe bezahlen.

Anzeige wegen Verdachts der Strafvereitelung

Aber dann kam es doch anders: Wohl sein schlechtes Gewissen trieb ihn dazu, alles den Polizisten zu beichten. Das Ende dieser „nicht alltäglichen“ Unfallaufnahme war eine Anzeige wegen Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den 17-Jährigen. Der Dortmunder handelte sich ebenfalls eine Anzeige ein - wegen Verdachts der Strafvereitelung. (red)

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