Übung

Einsatzkräfte simulieren Kollision von zwei Flugzeugen

Bei der simulierten Kollision zweier Flugzeuge am Flughafen Dortmund bekämpften Einsatzkräfte der Feuerwehren unter anderem einen Brand.

Bei der simulierten Kollision zweier Flugzeuge am Flughafen Dortmund bekämpften Einsatzkräfte der Feuerwehren unter anderem einen Brand.

Foto: Olaf Tampier

dortmund.   Mehrere Dutzend Rettungskräfte rückten Samstagnacht zu einer Großübung am Flughafen Dortmund aus. Zwei Flugzeuge sollen zusammengestoßen sein.

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Dutzende Einsatzkräfte probten in der Nacht zu Samstag nach dem Flugbetrieb den Ernstfall am Dortmunder Flughafen. Eine solche Großübung muss alle zwei Jahre durchgeführt werden. So schreiben es die Internationale Zivilluftorganisation (ICAO) und die Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) vor.

Flughafenfeuerwehr, Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Dortmund sowie die Landespolizei waren beteiligt. Ergänzt wurden die städtischen Einheiten durch ein Team für die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) und der Nachbarfeuerwehr aus Unna.

Flugzeuge kollidieren

Das Unfallszenario: Die Rettungskräfte simulierten eine Kollision zweier Luftfahrzeuge beim Start bzw. bei der Landung in der Luft. Bei einem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna. Das andere Luftfahrzeug wurde durch die mobile Trainingsanlage der Feuerwehr Werl auf Basis eines LKW-Sattelaufliegers dargestellt. An ihm wurde auch das Modell einer Tragfläche mit einer Turbine und einem Fahrwerksteil angestellt.

Professionelle Schauspieler als Opfer

Schwerpunkte der Übung waren die Flugzeugbrandbekämpfung, die technische Rettung sowie der Aufbau und Betrieb einer strukturierten Patientenablage. Um das gewählte Szenario möglichst echt erscheinen zu lassen, wurden extra realistische Unfalldarsteller engagiert. Sie schlüpften mit diversen geschminkten Verletzungen in die Rollen von 30 Opfern schlüpften oder spielten betroffene Angehörige.

Terminal wird evakuiert

Parallel zur Übung auf dem Vorfeld wurde im Terminal eine im laufenden Betrieb nicht zu realisierende Räumungsübung durchgeführt. Hierbei wurde auch die Brandmeldeanlage im Terminal ausgelöst. Etwa 80 Personen, die auf ihre ankommenden Angehörigen warteten, mussten evakuiert und weiter durch die PSNV-Kräfte betreut werden.

Im vergangenen Jahr wurde ein neues Evakuierungskonzept entwickelt, das nun geprüft werden sollte. Der Wachleiter der Flughafenfeuerwehr zog nach der Übung ein überwiegend positives Fazit. Eine detaillierte Nachbesprechung werde in den nächsten Tagen folgen.

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