Verkehrsprobleme im Ortskern

Eine lange Liste an Unstimmigkeiten in Hombruch

Hombruch.  Regelmäßig ist Rainer Nörthen zwischen seinem Wohnhaus und der Fußgängerzone unterwegs. Regelmäßig fallen ihm dabei Dinge auf, die ihm schlechte Laune bereiten. Auf den ersten Blick sind es vermeintliche Kleinigkeiten wie fehlende Schilder, Parkregelungen und mangelnde Kontrolle. Gesammelt ergeben sie ein klares Bild von den Verkehrsprobleme in Hombruch.

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„Irgendwie stimmt die gesamte Planung nicht mehr. Immer wieder verirren sich LKW in den Ortskern, wissen Ortsfremde nicht, wie sie fahren sollen“, sagt Rainer Nörthen. In der November-Sitzung der Bezirksvertretung Hombruch hat er die lange Liste an Dingen vorgetragen, die aus seiner Sicht Probleme bereiten.

Die Bezirksvertreter haben aufmerksam zugehört und zugesagt, sich alles nacheinander anzusehen. Bei einem Rundgang durch Hombruch hat sich Reporter Felix Guth mit Rainer Nörthen die kritischen Punkte angesehen.

1. Steinäckerstraße

Es beginnt direkt vor Nörthens Haustür. Die Steinäckerstraße ist die Einfallstraße zur Hombrucher Mitte. Das bedeutet auch: Ab 5 Uhr morgens beginnt hier der Verkehr in den Ortskern. „Dann fangen hier alle an, sich anzuhupen, wer denn als Erster durch darf“, sagt Rainer Nörthen.

Denn das hier ist auch ein belebtes Wohngebiet, in dem viele Anwohner einseitig auf der Straße parken. Allzu häufig sei allerdings auch die andere Straßenseite zugeparkt, so dass größere Fahrzeuge oder Busse Probleme haben durchzukommen, so der Anwohner. Absperrpfosten verhindern das nur an einzelnen Stellen, aber eben nicht überall, kritisiert Nörthen.

2. Am Gemeindehaus/Heisterstraße

Nur wenige Meter weiter wartet die nächste Problemstelle. Weil Autos bis kurz vor der Einmündung zur Straße Am Gemeindehaus parken dürfen, wird es beim Abbiegen oft eng, weil bis zu drei Autos aufeinandertreffen, die ein anderes Ziel haben. Das Halteverbot an dieser Stelle wurde aufgehoben, nachdem das ehemalige Gemeindehaus abgerissen worden war. Rainer Nörthen regt an, es wieder einzuführen.

3. Heisterstraße/Ginsterstraße

Es bleibt auch im weiteren Verlauf eng. Zum Beweis liegt am Beginn der Heisterstraße ein umgefahrener Absperr-Bügel, aus dem Gehweg sind dicke Pflastersteine herausgebrochen. Laut dem Nachbarn passiert das regelmäßig.

Das nächste Problem: Aus Richtung Fußgängerzone ist die Heisterstraße eine „falsche“ Einbahnstraße. Das bedeutet: Es gibt zwar ein rot-weißes Einfahrt-verboten-Schild. Nach knapp 100 Metern ist aber das Fahren in alle Richtungen wieder erlaubt. Das führt dazu, dass hier immer wieder Autos in den Gegenverkehr geraten – versehentlich, oder weil sie die Fahrt abkürzen wollen.

4. Harkortstraße/Post

„Parken nur mit gültigem Parkschein“ – das steht zwar überall am Parkplatz vor der Hombrucher Postfiliale, entspricht aber nicht der Realität. „Die Parkmoral ist hier am Boden. Im Winter sieht man hier eingeschneite Autos“, sagt Rainer Nörthen. Die Stichprobe an einem Markttag zeigt tatsächlich: In mehr als der Hälfte der Autos liegt kein Parkschein. Für den Hombrucher ist dies auch ein Resultat fehlender Kontrolle. Seine Vermutung: Viele Angestellte der Geschäfte rund um die Harkortstraße nutzen diese Parkplätze. Auch, weil es wenige Alternativen gibt.

5. Marktplatz

Zuliefer-Verkehr, der mit vielen Kurzzeit-Parkern kollidiert – das beklagt Rainer Nörthen auf dem Marktplatz. „Viele drehen in der Fußgängerzone“, sagt er. Hinzu komme ein irreführendes Schild am Anfang der Fußgängerzone vor der evangelischen Kirche. Hierauf ist noch die Zufahrt zu einem Kirchengelände gestattet, die es aber seit einigen Jahren gar nicht mehr gibt.

6. Harkortstraße/Behringstraße

Hier ist der Gehweg vor noch nicht allzu langer Zeit erneuert worden, um diesen Teil fußgängerfreundlicher und durch neue Bäume optisch ansprechender zu machen. Doch auch hier ist der Straßenrand vor allem Parkraum. Was dazu geführt hat, dass die ersten Gehwege schon kaputt sind und Bäume neu gepflanzt werden mussten. Das Stichproben-Ergebnis an dieser Stelle: Wieder ist die Mehrheit ohne Parkschein.

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