Ermittlungen

Kinder vergewaltigt - Minister Stamp fordert Abschiebung

Archivbild. NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp fordert laut einem Medienbericht harte Konsequenzen für einen jungen Afghanen, der in Dortmund eine 13-Jährige und zuvor eine 11-Jährige vergewaltigt haben soll.

Archivbild. NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp fordert laut einem Medienbericht harte Konsequenzen für einen jungen Afghanen, der in Dortmund eine 13-Jährige und zuvor eine 11-Jährige vergewaltigt haben soll.

Foto: Federico Gambarini / dpa

Dortmund.  Ein Afghane (23) soll in Dortmund eine 13-Jährige vergewaltigt haben, zuvor bereits eine 11-Jährige. NRW-Flüchtlingsminister fordert Abschiebung.

  • Ein 23-Jähriger soll am 24. Juli (Freitag) in Dortmund ein 13-jähriges Mädchen in einen Hausflur gelockt und vergewaltigt haben. Und das war offenbar nicht seine erste Tat: Ende Juni soll er sich bereits an einem elfjährigen Mädchen vergangen haben.
  • Nach der ersten Tat erließ der Haftrichter des Amtsgerichtes Haftbefehl. Im Haftprüfungstermin traten dann allerdings Umstände zutage, die Zweifel an den Angaben des Opfers begründen konnten. Der Vollzug der Untersuchungshaft wurde ausgesetzt.
  • Derzeit sitzt der 23-jährige Afghane in Untersuchungshaft.
  • NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp fordert laut „Bild“-Zeitung, der Tatverdächtige solle, soweit er von einem Gericht als Täter verurteilt wird, nach seiner Haft sofort nach Afghanistan abgeschoben werden.

Ein junger Mann soll in Dortmund in einem Hausflur eine 13-Jährige vergewaltigt haben. Der 23-Jährige, der aus Afghanistan stammt, soll das Mädchen am Freitag in den Flur gelockt haben, dann soll es zur Tat gekommen sein. Es war offenbar nicht das erste Mal: Nur etwa einen Monat zuvor, am 20. Juni, habe es „einen ähnlich gelagerten Vorgang wie am Freitag“ gegeben, bestätigt Staatsanwalt Börge Klepping am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion. Das Opfer: ein elfjähriges Mädchen.

Vergewaltigung in Dortmund: Beschuldigte wurde bereits Ende Juni festgenommen

Weitere Angaben zum Tathergang und Ort will Klepping „zum Schutz des Opfers und aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht machen. Nachdem das elfjährige Mädchen die Tat zur Anzeige gebracht hatte, wurde der Beschuldigte am 21. Juni 2020 von der Polizei in Dortmund vorläufig festgenommen und am 22. Juni 2020 dem Haftrichter vorgeführt.

Der Haftrichter des Amtsgerichts Dortmund erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des Vorwurfs des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in Tateinheit mit Vergewaltigung sowie aufgrund einer Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz.

Vergewaltigung in Dortmund: Der Verdächtige wurde einen Tag später gefasst

In dem Haftprüfungstermin am 3. Juli 2020 traten Umstände zutage, die zum damaligen Zeitpunkt Zweifel an den Angaben des Tatopfers begründen konnten. Bestehen blieb jedoch ein dringender Tatverdacht wegen der Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz. Das Amtsgericht Dortmund setzte deswegen den Vollzug der Untersuchungshaft aus, weswegen der Beschuldigte an diesem Tag aus der Untersuchungshaft entlassen wurde.

Am 17. Juli soll der 23-jährige Afghane dann erneut zugeschlagen und die 13-Jährige vergewaltigt haben. Einen Tag später, am frühen Samstagmorgen, wurde der Verdächtige gefasst. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft sitzt er seitdem in Untersuchungshaft wegen schweren sexuellen Missbrauchs in Tateinheit mit Vergewaltigung.

NRW-Flüchtlingsminister fordert Abschiebung des Täters

Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) hat harte Konsequenzen für den tatverdächtigen Afghanen gefordert. „Dieser widerwärtige Täter muss nicht nur verurteilt, sondern nach der Haft direkt nach Afghanistan abgeschoben werden“, sagte Stamp der „Bild“-Zeitung vom Donnerstag. „Er darf in Deutschland nie mehr frei rumlaufen.“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak erklärte gegenüber der „Bild“-Zeitung, der aktuelle Fall der Vergewaltigung zweier Mädchen im Abstand von einem Monat zeige „einmal mehr, dass Kinder in unserem Land besser geschützt werden müssen. Wir könnten viel Leid und großen Schmerz verhindern, wenn in solchen Fällen unter erleichterten Voraussetzungen Untersuchungshaft angeordnet werden kann - dann können schwere Folgetaten verhindert werden.“ (soho, ck mit dpa und afp)

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