Blindgänger

Dortmund: Anwohner verzögerte Blindgänger-Entschärfung

Gefährliche Langzeitzünder erschweren Bombenentschärfung

Der Zünder entscheidet darüber, wie gefährlich eine Bombe ist. Karl-Friedrich Schröder vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erklärt die Unterschiede.

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Dortmund.  Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger in Dortmund ist entschärft und die B1 wieder frei gegeben. Ein Anwohner hatte für Verzögerung gesorgt.

Ein in Dortmund entdeckter Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstagabend erfolgreich entschärft worden. Dafür war auch die B1 gesperrt worden, die im Evakuierungsradius liegt. Die Stadt hatte die Entschärfung daher bewusst auf den Abend gelegt, damit die Auswirkungen auf den Verkehr so gering wie möglich sind. Gegen Uhr gab die Stadt via Twitter Entwarnung.

Von der Entschärfung betroffen waren rund 1200 Anwohner, die im Radius von 300 Metern rund um den Fundort wohnen. Die Evakuierungsmaßnahmen hatten um 17.45 Uhr begonnen. Nachdem die Evakuierung reibungslos angelaufen war, verzögerte später ein offenbar renitenter Anwohner den Beginn der Entschärfung, wie die Stadt Dortmund über Twitter mitteilte.

Person weigert sich, die Wohnung zu verlassen

Demnach hatte sich die Person zunächst geweigert, die Wohnung zu verlassen. Später gelang es mit Hilfe der Dortmunder Polizei, die Person zum Verlassen der Wohnung zu überzeugen. Um 9.21 Uhr begann die Entschärfung der Bombe. Die B1 war im Bereich zwischen der Märkischen Straße und der B54 (Ruhrallee) komplett gesperrt.

Die Ruhrallee (B 54) hingegen war von der Sperrung nicht betroffen. Gefunden worden war der Blindgänger laut Stadt bei Bauarbeiten an der Bonifatiusstraße.

Zwei weitere Entschärfungen in Düsseldorf und Köln

Während der Entschärfung kam es auch zu Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr der DSW21. Als Evakuierungsstelle diente die Landgrafengrundschule, in der zeitweise rund 140 Menschen unterkamen.

In zwei weiteren Städten in NRW wurden am Donnerstag Bomben gefunden. Auch in Düsseldorf musste ein Blindgänger entschärft werden. In Köln waren Teile der Unikliniken von einer Evakuierung betroffen.

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