Sponsoren fehlen

Defintiv kein Public Viewing auf dem Friedensplatz

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So sah es beim Public Viewing auf dem Friedensplatz aus.

So sah es beim Public Viewing auf dem Friedensplatz aus.

Foto: Stephan Schütze

Dortmund.  Ohne Knete keine Fete, heißt es. Dieser Logik fällt jetzt das geplante Public Viewing zur Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Friedensplatz zum Opfer. Wir erklären, was zum Ausfall führt - und was Ausrichter privater Ersatzveranstaltungen beachten müssen.

Sonst wurden auf dem Friedensplatz alle WM- oder EM-Spiele gezeigt. Warum klappt das bei der WM 2014 nicht?
Eine solche Veranstaltung kostet viel Geld, die Rede ist von etwa 500.000 Euro.Es hat sich nicht, wie in den vergangenen Jahren, ein Hauptsponsor gefunden, der mindestens die Hälfte der Kosten übernimmt, erklärte Dr. Ulrich Potthoff, Chef der zuständigen Dortmund-Agentur. Auch lokale Sponsoren konnten die Lücke nicht stopfen. "Immerhin geht es um rund 250.000 Euro", erklärt Potthoff.

Gibt es in Dortmund dann gar kein Public Viewing?
Das ist unklar. Nachgedacht wird über ein abgespecktes Rudelgucken bei deutschen WM-Spielen - ob und wenn ja, wo, das ist noch völlig offen. Partner könnten dabei die Westfalenhallen sein, die in den vergangenen Jahren schon deutsche Länderspiele übertragen hatten und nun ebenfalls Finanzierungsprobleme sehen. Auch die Dortmunder Schausteller, bisher Gastronomie-Partner bei den Fan-Festen auf dem Friedensplatz, stehen bereit, um ein Public Viewing zu organisieren. Aber auch sie wären auf Sponsoren angewiesen. "Allein die Leinwände kosten 100 000 Euro", sagt Schausteller Hans-Peter Arens.

Und wenn daraus nichts wird?
Fußball-Fans könnten sich zum Rudelgucken in Biergärten und anderen Lokalen treffen. Geplant sind Übertragungen im Strobels am Stadion, im Caf Erdmann im Westpark oder bei Herrn Walter am Hafen.

Was müssen private Veranstalter beachten?
"Private Veranstalter, die Public Viewing planen, sollten sich auf jeden Fall rechtzeitig mit der Stadt in Verbindung setzen", sagt Stadtsprecher Michael Meinders. Denn auch wenn Bund und Land eigens die Lärmschutz-Regelungen für die Übertragung später Spiele gelockert haben, müsse die Stadt den Schutz der Anwohner und Sicherheitsfragen im Blick haben. Veranstalter müssen sich dazu ein Formular bei der Stadt herunterladen.

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