Brückenschäden

Dauerbaustelle auf der A45 verzögert sich weiter

Die Dauerbaustelle bleibt vorerst bestehen.

Die Dauerbaustelle bleibt vorerst bestehen.

Foto: Stephan Schütze

Dortmund.  Sie ist ein Ärgernis für Autofahrer. Und wird es auch noch einige Zeit bleiben: die Dauerbaustelle auf der A 45 im Dortmunder Westen. Die Autobahnauffahrten hätten schon fertig sein sollen. Doch die Brückenschäden waren offenbar stärker, als zunächst angenommen. Überhaupt scheinen die Brücken der Autobahn 45 Hilfe zu brauchen.

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Die A45 hatte mal den Beinamen "Königin der Autobahnen". So elegant war sie geschwungen, so schön die Aussichten von ihren zahlreichen Brücken, zumindest für die Beifahrer. Doch wie das so ist mit Monarchien, sie halten nicht ewig - ein Schicksal, das die A45 teilt.

Was auch die Autofahrer im Dortmunder Stadtgebiet leidvoll erfahren: Seit Anfang des vergangenen Jahres wird auf der Autobahn 45 zwischen Castrop-Rauxel und dem Autobahnkreuz Dortmund-West gebaut, fast ebenso lange ist die Autobahnauffahrt von der Mallinckrodtstraße aus in Richtung Frankfurt gesperrt.

Autobahnbrücke in schlechtem Zustand

Ende März, so Straßen.NRW, soll diese Sperrung aufgehoben werden. Die Baustelle auf der Autobahn selber soll Ende Juni der Vergangenheit angehören. Tatsächlich, so Straßen.NRW, hätte die Autobahnauffahrt schon Ende Januar wieder freigegeben werden sollen. Dass das nicht geklappt hat, sei letztlich dem Zustand der über die Mallinckrodtstraße führenden Autobahnbrücke geschuldet gewesen. Die habe größere Schäden gehabt als zunächst angenommen, daher hätten die Bauarbeiten länger gedauert.

Aktuell gebe es daher mit Abdichtungsarbeiten Probleme, so ein Sprecher. Die Schicht zwischen der eigentlichen Brücke und dem darauf verlaufenden Asphalt müsse abgedichtet werden, um Feuchtigkeit aus der Brücke herauszuhalten. Für genau diese Abdichtungsarbeiten bräuchte es aber konstante Temperaturen über 5 Grad Celsius und eine "gewisse Trockenheit".

Projekt kostet 2 Milliarden Euro

In den kommenden 20 Jahren soll der 123 Kilometer lange Teil der A45, der durch NRW führt, saniert werden. 2 Milliarden Euro soll das Vorhaben kosten, 1,3 Milliarden davon sollen in die Brücken fließen. Die Arbeiten sollen im fließenden Verkehr stattfinden.

Die Brücken machen 11 Prozent der gesamten Fahrbahn in NRW aus. Die Autobahn und damit die Brücken wurden vor gut 50 Jahren gebaut. Laut Straßen NRW lag 1960 das zulässige Gesamtgewicht eines Lastwagens bei 24 Tonnen, heute sind es 44 Tonnen - und Schwerlasttransporte gingen noch weit darüber hinaus.

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