Entwarnung

Dritte Bombe innerhalb einer Woche in Dortmund entschärft

Wieder ist eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dortmund entschärft worden.

Wieder ist eine britische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Dortmund entschärft worden.

Foto: Lutz von Staegmann

Dortmund.  Die Weltkriegsbombe im Bereich der Degginstraße/Von-der-Berken-Straße ist erfolgreich entschärft worden. Es war der dritte Bombenfund innerhalb einer Woche in Dortmund.

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Bei Baubeiten im Bereich der Degginstraße/Von-der-Berken-Straße kam am Freitagmorgen der dritte Bombenfund innerhalb einer Woche in Dortmund zum Vorschein. Es handelte sich um eine britische 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Evakuierung im Radius von 300 Metern

Der Blindgänger wurde am Nachmittag von Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg erfolgreich entschärft. Um 16.20 Uhr gab's die Entwarnung seitens der Stadt.

Vor der Entschärfung wurden in einem Radius von 300 Metern sämtliche Gebäude in der Gefahrenzone evakuiert. Planmäßig und ohne Probleme. Alle Straßen, die in das Evakierungsgebiet hineinführten, blieben bis zur Entwarnung gesperrt.

Thyssen-Krupp-Werk betroffen

Zirka 800 Anwohner mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Betroffen waren auch der Kindergarten in der Van-den-Berken-Straße, das Thyssen-Krupp-Werk (ehemals Uhde) mit 1000 Mitarbeitern, ein Fruchthandel und Teile des Großmarktes.

Bei der Evakuierung in der Dortmunder Innenstadt half die Feuerwehr mit 16 Einsatzkräften von JUH und DRK. Sieben Krankentransporte waren notwendig.15 Polizeibeamte sicherten das Gebiet im Umkreis der Fundstelle ab. Insgesamt 58 Mitarbeiter der Stadt aus dem Tiefbau- und Ordnungsamt begutachteten die Lage vor Ort. Die Evakuierungsstelle befand sich in der Landgrafen-Grundschule. 46 Menschen wurden hier vorübergehend untergebracht.

Eltern holen Kinder ab

Im Kindergarten warteten 70 Mädchen und Jungen auf ihre Abholung. "Die Eltern organisieren das selbst sehr gut. Wir sind ihnen sehr dankbar dafür", sagte Maximilian Löchter von der Stadt Dortmund. Ein Bombenfund, wie jetzt wieder in der Innenstadt, sei für die meisten Menschen dort "geübte Praxis". Löchter: "Das war nicht die erste Evakuierungmaßnahme in dieser Gegend."

Drei Bombenfunde in einer Woche

Drei Bombenfunde innerhalb einer Woche sind allerdings auch für Dortmund außergewöhnlich. Erst am Dienstag, 14. August, waren auf dem Gelände der Westfalenhütte und danach in Huckarde zwei Fliegerbomben der Alliierten entschärft worden.

Immer wieder tauchen an verschiedenen Stellen der Stadt solche Blindgänger auf. Meistens auf Baustellen.

Hintergrund: Die Stadt Dortmund war im Zweiten Weltkrieg das Ziel zahlreicher Luftangriffe. Allein 2000 Tonnen Bomben wurden in nur einer Nacht im Mai 1943 über Dortmund abgeworfen.

Informationen zur Bomben-Entschärfung gab es im Twitter-Kanal der Stadt Dortmund unter dem Hashtag #dobombe: www.twitter.com/stadt dortmund

Reaktionen auf Twitter zum Bombenfund in Dortmund:

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