Rechtsextreme

Bekannter Rechtsextremist nach Pfefferspray-Attacke in Haft

Polizisten haben in Dorstfeld zwei Rechsextremisten festgenommen, die einen Mann und eine Frau attackiert haben sollen.

Polizisten haben in Dorstfeld zwei Rechsextremisten festgenommen, die einen Mann und eine Frau attackiert haben sollen.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Dortmund.  In Dortmund-Dorstfeld sollen zwei Rechtsextremisten einen Mann und eine Frau attackiert haben. Ein 28-Jähriger sitzt nun in Untersuchungshaft.

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Nach einer Pfefferspray-Attacke auf einen 27-Jährigen in Dorstfeld hat die Polizei zwei Männer die der Dortmunder Rechten-Szene angehören festgenommen. Gegen einen 28-Jährigen, laut Polizei handelt es sich um einen bekannten Rechtsextremisten, hat ein Richter Haftbefehl erlassen. Er sitzt in Untersuchungshaft, da er gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben soll.

Der Vorfall ereignete sich am späten Samstagabend in der Nähe eines Kiosks am Dorstfelder Hellweg. Dort sollen insgesamt drei Personen einen 27-Jährigen und seine 22 Jahre alte Begleiterin zunächst aufgefordert haben, sich von der Örtlichkeit zu entfernen. Obwohl der 27-Jährige und seine Begleiterin der Aufforderung nachkamen, verfolgten zwei der drei Personen das Duo. Nach einigen Metern blieben sie daraufhin stehen, schließlich sprühte einer der Männer dem 27-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht, heißt es im Bericht der Dortmunder Polizei zu dem Einsatz. Der 27-Jährige wurde dabei leicht verletzt.

Eine Polizeistreife verfolgte die Angreifer und nahm den 28-jährigen sowie einen 32-jährigen Dortmunder zunächst in Gewahrsam. Für den 28-Jährigen bedeutete der Angriff zudem ein Verstoß gegen bestehende Bewährungsauflagen. Noch am Wochenende erließ ein Richter Untersuchuchungshaft.

Rechtsextremisten marschieren Montagabend im Gerichtsviertel

Aus diesem Grund wurde auch der ursprünglich für die nördliche Innenstadt angemeldete Demo am Montagabend abgesagt, stattdessen will der Landesverband der Partei Die Rechte am Abend durch das Gerichtsviertel marschieren und die Inhaftierung zum Thema machen.

Die Dortmunder Polizei will diesen Aufmarsch „mit strengem Maßstab begleiten“ und mit „Null-Toleranz gegen jede Form von antisemitischer Hetze vorgehen“, so Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange. „Nicht erst der furchtbare Anschlag von Halle hat uns - die Polizei Dortmund - dazu veranlasst, mit Konsequenz und aller Härte auch gegen geistige Brandstifter vorzugehen. Wer vorhat, mit Parolen auf Demonstrationen antisemitische Stimmungen zu schüren, wird die direkte polizeiliche Reaktion erhalten“, so der Dortmunder Polizeipräsident. (red)

Update: Die Dortmunder Polizei musste am Abend nicht nur die Versammlung der Rechtsextremisten im Blick halten. Fünf Bündnisse hatten zudem verschiedene Gegendemos angemeldet. Außerdem gab es eine Kundgebung von Menschen mit kurdischem Hintergrund mit rund 800 Teilnehmern. Wie die Polizei am Abend in einer Mitteilung berichtete, verliefen alle Versammlungen bis auf kleine Ausnahmen weitestgehend störungsfrei.

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