Prozess

Erster islamistischer Terrorprozess vor Dortmunder Gericht

Das Landgericht im Kaiserstraßenviertel aus der Luft.

Das Landgericht im Kaiserstraßenviertel aus der Luft.

Foto: Archivfoto: Oskar Neubauer

Dortmund.  Bei einem mutmaßlichen Islamisten wurden Bombenbau-Materialien und verdächtige Dokumente gefunden. Ab August steht er in Dortmund vor Gericht.

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Der erste islamistische Terrorprozess vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Dortmund beginnt am 16. August. Das bestätigte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp am Dienstag. Dem 21-jährigen Deutsch-Kasachen Iwan K. wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen.

Der 21-Jährige wurde bei den Behörden offenbar schon länger als "Gefährder" geführt. Er soll im Sommer 2015 zum Islam konvertiert sein und sich unter anderem oft im Umfeld des Hildesheimer Hasspredigers Abu Walaa aufgehalten haben.

Nach Informationen unserer Redaktion geriet er in den Fokus der Ermittler, als er hier in Dortmund mit einem anderen Gefährder unterwegs war. Es folgte eine mehrwöchige Überwachung, der zufolge der Mann sich auch eine Woche in Dortmund aufhielt.

Materialien zur Herstellung einer Bombe gefunden

Im Frühjahr wurde K. dann beim Kauf einer Armbrust in Werl beobachtet. Zivilfahnder setzten ihn kurz darauf in Lippstadt fest. Die Armbrust durfte K. zwar frei erwerben, wie sich herausstellte. Doch bei einer Durchsuchung seines Hotelzimmers sollen schließlich zahlreiche Materialien gefunden worden sein, die zur Herstellung einer Bombe dienen könnten. Darüber hinaus sollen Dokumente sichergestellt worden sein, die eine Sympathie für den Islamischen Staat (IS) erkennen lassen.

Für den Prozess bereitet das Dortmunder Landgericht besondere Sicherheitsvorkehrungen vor. Zunächst wurden sechs Verhandlungstage bis zum 22. September anberaumt.

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