Hohe Schadstoffwerte

Anwohner wollen Lkw für vier Jahre von der B1 verdrängen

Der Verkehr ist Verursacher des zu hohen Stickstoffdioxids entlang der B 1. Die Anwohner wollen daher, dass der Lkw-Durchgangsverkehr generell verboten wird.

Der Verkehr ist Verursacher des zu hohen Stickstoffdioxids entlang der B 1. Die Anwohner wollen daher, dass der Lkw-Durchgangsverkehr generell verboten wird.

Foto: Dieter Menne

Dortmund.  Schadstoff-Alarm auf der B1: Dort sind die Messwerte für Stickstoff-Dioxid deutlich zu hoch. Die Anwohner fordern deshalb Lastwagen komplett von Dortmunds wichtigster Durchgangsstraße zu verdrängen. Die Stadt hofft, dass sich das Problem von alleine erledigt.

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Die Anwohner an der Bundesstraße 1 in Dortmund leiden besonders unter den hohen Stickstoff-Dioxid-Werten. Bis Ende Oktober ermittelte das Landesumweltamt am Westfalendamm einen Mittelwert von 45 und am Rheinlanddamm von 54 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft. Die EU erlaubt nur 40 Mikrogramm.

LKW-Verbot als Test

Die Verursacher-Frage ist schnell geklärt: der Straßenverkehr ist die Hauptquelle. Deshalb fordert die Bürgerinitiative von B1-Anwohnern, das bislang nur für die Nacht geltenden Verbot für Lkw-Durchgangsverkehr auf den ganzen Tag auszudehnen. Die Stadtverwaltung lehnte das allerdings ab - unter anderem mit dem Hinweis darauf, dass durch neue Fahrzeug-Generationen auch die Schadstoff-Belastung sinke.

Die Bürgerinitiative will sich damit allerdings nicht zufrieden geben. Über ihre Anwältin pochte sie zuletzt weiter auf wirksame Maßnahmen und unterbreitete der Stadt einen Kompromissvorschlag. Danach soll das ganztägige Fahrverbot für Lkw probeweise für eine Zeitraum von vier Jahren verhängt und die Wirkung geprüft werden.

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