Festnahme

Angreifer tritt Polizist mit Stachelnieten-Schuh ins Gesicht

Ein 26-Jähriger hat einen Polizisten in Dortmund schwer verletzt.

Ein 26-Jähriger hat einen Polizisten in Dortmund schwer verletzt.

Foto: Andreas Bartel / WAZ FotoPool (Archiv)

Dortmund.  26-Jähriger will offenbar Festnahme eines mutmaßlichen Dealers verhindern. Angreifer attackiert Polizist mit Stachelnieten-Schuh.

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Bei der Festnahme eines mutmaßlichen Drogenhändlers ist in der Dortmunder Nordstadt ein Polizist durch einen Tritt mit einem Stachelnieten-Schuh schwer verletzt worden. Der Beamten wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Bis auf weiteres ist der Mann dienstunfähig.

Gegen 16.15 Uhr am Dienstag hatten zwei Zivilbeamte (29 und 30 Jahre) an der Westerbleich-/Ecke Baumstraße einen Drogendeal beobachtet. Sie gaben sich laut und deutlich als Polizisten zu erkennen. Den mutmaßlichen Dealer (18) mussten sie überwältigen. Als sie den Mann am Boden liegend fesseln wollten, schaltete sich ein zuvor unbeteiligter Dortmunder ein, der in der Nähe gestanden und den Einsatz zunächst beobachtet hatte.

Aggressiver Mann und mutmaßlicher Dealer wieder auf freiem Fuß

Offenbar weil er die Festnahme verhindern wollte, soll der 26-Jährige dann auf die Polizisten zugelaufen sein und dem 30-Jährigen mit voller Wucht ins Gesicht getreten haben. Am Fuß trug er einen Schuh mit einer Vielzahl spitz zulaufender Nieten. Der schwer verletzte Polizeibeamte verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

Trotz heftiger Gegenwehr konnte der andere Polizist den Angreifer zu Boden stoßen. Auch Passanten sollen den aggressiven 26-Jährigen darauf hingewiesen haben, dass er es mit Polizisten zu tun habe. Schließlich konnte der unverletzte Beamte dem Angreifer Handschellen angelegen.

Der 26-Jährige wurde vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam gebracht. Da keine Haftgründe vorlagen, konnte er das Gewahrsam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen. Die Dortmunder Polizei ermittelt wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung. Auch der ebenfalls festgenommene Dealer ist wieder auf freiem Fuß.

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