Gericht

26-Jähriger muss für tödlichen Unfall in Haft

Binnen Sekunden stand der Wagen auf der Mallinckrodtstraße in Brand. Der 69-jährige Fahrer stirbt in den Flammen – der Unfallfahrer ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Foto: videonews24.de

Binnen Sekunden stand der Wagen auf der Mallinckrodtstraße in Brand. Der 69-jährige Fahrer stirbt in den Flammen – der Unfallfahrer ist zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Foto: videonews24.de

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Dortmund.Mit 150 km/h war ein betrunkener Fahranfänger auf der Mallinckrodtstraße in ein stehendes Fahrzeug gerast. Jetzt muss der 26-Jährige wegen fahrlässiger Tötung in Haft – weil der Fahrer im brennenden Fahrzeug starb.

Grauenvolles Ende einer Verfolgungsjagd. Mit etwa 150 Stundenkilometern raste ein mit 2,0 Promille volltrunkener Autofahrer (26) auf der Flucht vor der Polizei am frühen Morgen des 8. August 2009 auf das Auto eines 69-Jährigen. Binnen Sekunden geriet der Kombi, der in der Nordstadt vor einer roten Ampel stand, in Brand. Der Familienvater hatte keine Chance. Wegen fahrlässiger Tötung muss der junge Fahrer jetzt zwei Jahre ins Gefängnis.

Erst seit einem Monat den Führerschein

Ein bisher unbescholtener Mann, der an jenem Tag gerade einen Monat seinen Führerschein hatte. Er war der Polizei aufgefallen, weil er ohne Licht fuhr. „Das ist eine Tragödie für die Familie des Opfers, aber auch für den Angeklagten”, sagte Amtsrichter Wolfgang Tschechne. Für das Opfer könne man nur hoffen, dass es durch den enormen Aufprall sofort bewusstlos wurde. Die Polizisten – sie waren Sekunden später am Unfallort – versuchten verzweifelt, den Mann aus dem Feuerball zu retten. Sie wurden selbst verletzt, auch der Angeklagte hatte versucht, den Fahrer aus dem Auto zu zerren.

„Für so eine Schuld darf es keine Bewährung geben“

Das Gericht wertete zwar, dass der gelernte Koch sichtlich unter der Tat leidet und danach in einer psychiatrischen Klinik behandelt wurde. Dennoch dürfe es für einen Autofahrer, der mit 2,0 Promille eine so große Schuld auf sich lädt, keine Bewährungsstrafe mehr geben.

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