Anstiftung zum Mord

15-Jähriger muss wegen rassistischem Mordaufruf vor Gericht

In einer WhatsApp-Nachricht soll der Angeklagte einen Bekannten dazu aufgefordert haben, entweder Juden in einer Synagoge oder Muslime in einer Moschee (Symbolbild) zu ermorden.

In einer WhatsApp-Nachricht soll der Angeklagte einen Bekannten dazu aufgefordert haben, entweder Juden in einer Synagoge oder Muslime in einer Moschee (Symbolbild) zu ermorden.

Dortmund.  Teenager soll Bekannten zum Mord an Juden oder Muslimen aufgefordert haben. Prozess am Dortmunder Landgericht beginnt am 29. April.

Ein 15-jähriger Jugendlicher muss sich ab dem 29. April unter anderem wegen versuchter Anstiftung zum Mord vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Das sagte ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch. Dem Schüler wird vorgeworfen, einen Bekannten in einer WhatsApp-Nachricht dazu aufgefordert zu haben, entweder Juden in einer Synagoge oder Muslime in einer Moschee zu ermorden. Konkrete Anschlagspläne soll es nicht gegeben haben.

Öffentlichkeit ist bei Prozess gegen 15-Jährigen ausgeschlossen

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hatte im November 2020 Anklage erhoben. Diese wurde vom Landgericht Dortmund inzwischen zugelassen, wie der Gerichtssprecher erklärte. Die Verhandlung vor der Jugendstrafkammer wird wegen des Alters des Angeklagten komplett unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Der 15-Jährige ist aktuell nicht in Untersuchungshaft, sondern lebt in einer geschlossenen betreuten Jugendwohngruppe. (dpa)

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