Whiskas-Katzen

Whiskas-Stars sind Katzen von Karin Eden aus Hünxe

Die sieben Wochen alten Babys vom „Edenplace“ sind allesamt vergeben - eines bleibt in Dinslaken. Im Hintergrund wacht Katzenmama „Maya“.

Die sieben Wochen alten Babys vom „Edenplace“ sind allesamt vergeben - eines bleibt in Dinslaken. Im Hintergrund wacht Katzenmama „Maya“.

Foto: Ulla Michels

Hünxe.   Silber-Tabbys aus Karin Edens Katzenzucht sind in Kalendern, Heften und auf Fanartikeln der Marke zu sehen. Aktueller Wurf ist sieben Wochen alt.

Das Katerchen ist so groß wie eine Futterdose und faucht wie ein Tiger aus seiner Kratzbaumhöhle, während sein Schwesterchen die Schnürsenkel der Besucherin meuchelt. Handtasche auf? Schon sitzt ein Kätzchen darin – zum Klauen niedlich! Wer Karin Edens „Kinderzimmer“ betritt, ist schockverliebt. Mia und Mogli, Frida und Carlo und Simba sind die Steigerung von süß – rosa Einhörner sind farblose Langweiler gegen diese pelzige Rasselbande, den sieben Wochen alten Wurf der Zucht „Silber-Tabbys of Edenplace“.

So ähnlich sieht das wohl auch die Firma Whiskas: Die Tiger aus Karin Edens Hünxer Katzenzucht waren jahrelang in unzähligen Katzenkalendern, auf Futterdosen, in Ratgebern, auf Taschen und Handtüchern der Firma abgebildet.

Whiskas machte Silber-Tabbys vor 20 Jahren zu Stars

Silber-Tabbys sind silberne Britisch-Kurzhaar-Katzen – allerdings gestromt oder getupft. Auch Karin Eden war sofort hin und weg, als sie 1993 erstmals eine solche Katze bei einer Ausstellung in Düsseldorf sah. Genau die musste es sein! Die Züchterin aus Westfalen gab nach einigem Zögern ihre sechs Monate alte Roxana ab – unter der Bedingung, dass sie eines der Babys bekomme. Denn Roxana war eine neue Zuchtlinie.

So kamen Karin und Lothar Eden auf die Katze – und die Zucht. „Ans selber züchten hatten wir eigentlich nie gedacht“, erinnert sich die 64-Jährige. Als Roxys erster Wurf aus dem Haus war „fehlte uns etwas“. Genau drei Züchter gab es – in Westfalen, den Niederlanden und eben Hünxe – als die Firma Whiskas vor 20 Jahren die Silber-Tabbys zu den Stars ihrer Werbung machte. Weil Karin Eden schon damals ein Technikfreak war und eine Homepage hatte, stieß eine große Düsseldorfer Werbeagentur im Auftrag von Whiskas auf den Edenplace.

Für den Whiskas-Kalender arbeiten nur Profis

Aber wie, bitteschön, bekommt man Katzen dazu, fürs Foto hübsch nebeneinander in die Kamera zu gucken, auf einem Baum zu sitzen und in den Himmel zu schauen oder halb in einer Schublade zu hängen, mit einem Pfötchen draußen und dem Gesicht zur Kamera? Wo doch eher Katzen ihre Menschen dressieren als umgekehrt?

Für den Kalender arbeiten nur Profis zusammen, erzählt Karin Eden. Für Tierfotograf Frank Aschermann und Tiertrainerin Conny Romanowki bauen Set-Designer und Kreativ-Direktoren ganze Landschaften im Studio auf, weihnachtliche Wohnzimmer, gemütliche Küchen, frühlingshafte Gärten. Mit Federbüscheln, Geduld und ein bisschen Glück klappt’s. Und mit mehreren Katzen.

Nach fünf Minuten muss neue Katze vor die Kamera

„Nach fünf Minuten ist die Aufmerksamkeitsspanne vorbei, dann muss man eine neue Katze nehmen“, erklärt Karin Eden, während sie fürs Zeitungsfoto mit der einen Hand hinter dem Kopf der Fotografin puschelt und mit der anderen die Kätzchen von der Schrankkante fernhält.

Bis nach Prag sind die Edens für die Fototermine schon mit den Tieren gefahren. Lothar Eden hat einen großen Transportkäfig für die Tiere gebaut – mit Futterstation und Toilette. Für die Aufnahmen bekommen die Edens ein Extra-Hotelzimmer für die Katzen. Zehn Jahre lang haben sie regelmäßig an den Shootings teilgenommen.

Viel Geld gab es für die Züchter, die ihre Katzen für Kalender zur Verfügung stellten, nicht. „Aber ich habe sehr viele Menschen und viele Dinge durch die Zusammenarbeit mit Whiskas kennengelernt“, sagt Eden. Vor einigen Jahren wurden ihr die Shootings zu anstrengend. Im kommenden Jahr ist auch mit der Katzenzucht Schluss – nach 25 Jahren. Dann kann sie sich einem anderen Hobby widmen, das sie durch die Shootings entdeckte: der Fotografie. Models stehen ja im Edenplace genügend bereit.

>> KONTAKT

  • Die Edens haben fünf Katzen und zwei Kater, die in einem eigenen beheizten Haus leben. Nach dem Ende der Katzenzucht ziehen die Kater in die Wohnung um. Infos: www.silber-tabby.de.

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