NRZ-Familientag

Traber, Trödler und viel Trubel gab es wieder in Dinslaken

Auf die Trabrennbahn lud die NRZ zum Familientag ein. Es wurde geschlemmt, gelöscht und gewettet.

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Dinslaken.   Traditionell fand der NRZ-Familientag wieder auf der Trabrennbahn statt. Neben Pferdesport lockten viele Aktionen kleine und große Besucher an.

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„Boah, guck mal, Opa, die sind sogar aus Bayern hierher gekommen“, sagt das Mädchen staunend, zeigt mit ihrem Finger auf das Auto mit dem LL-Kennzeichen (Landkreis Landsberg am Lech, Anm. d. Red.) und spurtet schon weiter, um ein Fahrzeug zu finden, dessen Kennzeichen auf eine noch weitere Anreise deuten lässt. An der Einfahrt des Parkplatzes an der Bärenkampallee lässt ihr Interesse am „Kennzeichen-Such-Spiel“ dann aber augenblicklich nach. Der Grund dafür ist Lokomotive „Locke“, die voll beladen ihre Runde um das Gelände fährt.

Traber auf Sand - Steckenpferde selbst gestaltet

Auf dem Gelände hingegen tönt eine Stimme durch die Lautsprecher: „Noch 20 Sekunden bis zum Start. Bitte einordnen.“ Auf der Rennbahn positionieren sich die Traber, gleich startet das Rennen um den „Großen Preis der NRZ Dinslaken“. Am Rand finden sich Kinder und Erwachsene ein, um zuzusehen: Auch auf der Asphaltfläche sind viele Pferdeköpfe zu entdecken; Halt, Stop, wie kann denn das sein? Indem sie auf Papier gemalt und an einem Stock befestigt sind natürlich! Denn: Steckenpferde basteln – das war eine von vielen Aktionen für die kleinen Besucher beim NRZ-Familientag auf der Trabrennbahn. Dazu hatten die Stadtwerke Dinslaken, die Niederrheinische Sparkasse Rhein-Lippe (Nispa), die Wohnbau, der Trabrennverein Din-Trab und die NRZ wieder eingeladen.

Florentin hat auch schon fleißig ausgeschnitten und gemalt. Das Halfter ihres Steckenpferdes ist bunt. „Pink“ kommt als Antwort auf die Frage nach der Lieblingsfarbe – das passt perfekt zum T-Shirt, das sie an diesem Tag trägt. Die Sechsjährige ist mit ihrer Familie aus Hünxe gekommen. Auf dem heimischen Hof wohnen derzeit vorübergehend zwei Shetlandponys – ob die auch so ein buntes Halfter tragen?

Trödeln, um zu Hause Platz zu schaffen

Im Tribünenhaus der Trabrennbahn haben die Kindertrödler schon Stunden zuvor ihre Decken ausgebreitet und Tische aufgestellt: Rollschuhe, Gummi-Stiefel, Diddl-Mäuse, Playmobil-Flugzeuge, Bobby-Cars, alte Bücher und Klamotten – was aus der Kindheit eben so übrig bleibt, darf hier verkauft werden, um zu Hause Platz zu schaffen. Carola Krieger und ihre Kinder nutzen den Trödelmarkt schon seit ein paar Jahren dafür.

Ein paar Spiele und ein Funkgerät haben sie am Vormittag bereits verkauft. „Ich bin froh, wenn ich hinterher nicht so viel wieder mit nach Hause nehmen muss“, erzählt Carola Krieger. Und dafür können sich andere Kinder über neues Spielzeug freuen, beispielsweise die Enkel von Christel Behr. Sie ist aus Lüneburg zu Besuch bei ihrer Tochter und hat für die Kleinen soeben ein Spielzeugpferd gekauft, während die mit Papa im Trubel unterwegs sind.

Beste Voraussetzung für den Feuerwehr-Nachwuchs

Sonnig und warm ist es an der Bärenkampallee sowieso, noch wärmer wird es bei der Jugendfeuerwehr: Hier lodern plötzlich Flammen aus einem Behältnis! Für den zehnjährigen Lasse ist es aber kein Problem, sie mit einem Feuerlöscher zu löschen. Wie es war? „Gut“. Ob er Angst hatte? „Nö“. Das sind ja schonmal gute Voraussetzungen, um bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen. Da wollen sie sich nämlich gleich noch informieren, erzählt seine Mutter Saskia Rickert. „Menschen zu helfen“, das ist laut Lasse ein guter Grund für das Engagement bei der Feuerwehr.

Veranstaltungen wie der NRZ-Familientag sind wichtig für die Jugendfeuerwehr, um auf die ehrenamtliche Arbeit aufmerksam zu machen. In Dinslaken aber, erzählt Heike Borgmann von der Kinderfeuerwehr, seien sowohl die Kinder- als auch die Jugendfeuerwehr in der günstigen Position, viel Interesse beim potenziellen Nachwuchs zu wecken: „Hier gibt es eine große Nachfrage.“

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