Wirtschaft

Silbernes Jubiläum bei der SWF Projektbau aus Dinslaken

IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher (li.) überbrachte die Urkunde und gratulierte Georg, Felix und Maximilian Spitzer zum Jubiläum.

IHK-Geschäftsführer Michael Rüscher (li.) überbrachte die Urkunde und gratulierte Georg, Felix und Maximilian Spitzer zum Jubiläum.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Mit einem Doppelhaus fing es vor 25 Jahren an. Heute bewältigt die Dinslakener Firma Projekte wie die Mehrgenerationensiedlung in Hünxe.

An der Bergerstraße entstehen mehrere Einfamilienhäuser und in Hünxe wird im Oktober die Mehrgenerationensiedlung eingeweiht. Hinter beiden Bauprojekten steht das Dinslakener Unternehmen SWF Projektbau, das nun sein 25-jähriges Bestehen feiert. Dafür gab es am Montag für Mitarbeiter Sahnekuchen und Michael Rüscher überreichte im Namen der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Urkunde.

Bei einem solchen Jubiläum geht der Blick auch zurück an die Anfänge. Firmengründer Georg Spitzer erinnert sich, dass in den Anfangsjahren von SWF Projektbau die Konjunktur runterging. Früher, sagt er, sei es auch einfacher gewesen, Grundstücke für eine Bebauung zu finden. Heute fehlt es an Flächen, hinzu komme, dass bevor die erste Wand gesetzt werden kann, Fachgutachten vorgelegt werden müssen. Und das Genehmigungsverfahren daure länger.

Der Bedarf wird nicht gedeckt

Heute ist eine hohe Nachfrage vorhanden. Was aber gebaut werde, decke nicht den Bedarf. Aus dem Stand könnte man 200, 300 Häuser verkaufen, wenn die Grundstücke zur Verfügung stehen würden, so Spitzer. In Dinslaken sei das Problem, dass die Stadt selbst Grundstücke entwickeln möchte, dafür eine eigene GmbH gegründet habe.

Mit den Jahren entwickelte die SWF Projektbau ein weiteres Standbein: Das SWF-Team kümmert sich seit 2007 um den Bau von Pflegeheimen, von seniorengerechten Wohnungen.

Firma setzt auf langjährige Partnerschaften

Für Michael Rüscher, Geschäftsführer der IHK, hat Georg Spitzer einen beneidenswerten Job: Er erfülle Träume, denn nach den eigenen vier Wänden sehnen sich viele Leute. Um ein Vierteljahrhundert erfolgreich sein zu können, benötige man ein gutes Handwerkernetzwerk, die Kontakte zu den Firmen müssen gehegt und gepflegt werden, so Rüscher. Für die Erstellung seiner Projekte setze er sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft auf langfristige Partnerschaften mit lokalen Handwerksbetrieben, Planern und Lieferanten, ergänzte Spitzer, dessen Söhne Maximilian und Felix mit im Unternehmen tätig sind.

Vor 25 Jahren hat Diplomingenieur Georg Spitzer nebenberuflich seine ersten Bauprojekte von zu Haus aus gesteuert. Das erste Doppelhaus entstand in Voerde-Friedrichsfeld, damals wurde das Bauschild selber von Hand bemalt und auf dem Grundstück aufgestellt. Heute sind die Projekte deutlich größer und es arbeitet ein Team aus zwölf Angestellten in der Firmenzentrale an der Raiffeisenstraße in Eppinghoven.

Appell in Richtung Politik und Städteplaner

Seit dem Gründungsjahr 1994 ist die Firma SWF Projektbau im Laufe der Zeit gewachsen. 2017 wurde das Unternehmen von Fachzeitschriften zum zweitgrößten Bauträger und Projektentwickler am Niederrhein ausgezeichnet.

Georg Spitzer appelliert in Richtung Politik, Investoren und Städteplaner, dass sie nicht vergessen, dass auch zusätzlich Wohnraum für junge Menschen, insbesondere junge Familien entstehen sollte. Hier sehen die SWF-Verantwortlichen weiterhin einen großen Bedarf, insbesondere auch in Dinslaken. Ein gutes Angebot von Reihenhäusern oder Doppelhaushälften sorge für Zuzug der jungen Generation aus umliegenden Städten und Gemeinden.

„Für diese Wohnformen sind in den letzten Jahren wenige Grundstücksentwicklungen in unserer Stadt entstanden. Als lokaler Anbieter wünschen wir uns daher mehr Unterstützung, um den Markt und die enorme Nachfrage bedienen zu können“, so Georg Spitzer.

Die aktuellen Projekte der Dinslakener Firma

Die Mehrgenerationensiedlung „Högemannshof“ in Hünxe mit 14 Doppelhaushälften, 26 Eigentumswohnungen, einem Seniorenpflegezentrum und betreutes Wohnen und das Projekt „Schwarze Heide“ in Oberhausen mit 56 Doppelhaushälften.

Die Baumaßnahme „Am alten Sägewerk“ an der Bergerstraße in Dinslaken besteht aus zwei Bauabschnitten, zunächst werden 14 Eigenfamilienhäuser errichtet, danach nochmals sieben. In Essen werden unter dem Stichwort „Schwarze Harfe“ 41 Wohneinheiten gebaut.

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