Tourismus

Online-Portal sammelt weiter Lieblingsplätze am Niederrhein

Das Projektteam mit Udo Jansen, Linda Kremers und Projektleiter Tobias Schmitz (rechts).

Das Projektteam mit Udo Jansen, Linda Kremers und Projektleiter Tobias Schmitz (rechts).

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel/Dinslaken.  Geheimtipps für das Reisen in der Region: Niederrhein-Tourismus will die Plattform „Lieblingsplätze“ weiterführen – Projektbilanz in Dinslaken.

Eine blonde Frau nimmt ihren Begleiter an der Hand, es geht nach Wesel, Weeze, Krefeld und weiter. Luftbilder wechseln zu Aufnahmen entlang des Rheinufers. Die Region entdecken, dazu ruft der Werbefilm des Projekts „Local Emotion am Niederrhein“ auf. Auf einer Online-Plattform gibt es passend dazu unter dem Stichwort „Lieblingsplätze“ Geheimtipps von Einheimischen – 708 Empfehlungen sind inzwischen hochgeladen worden.

Aus dem Projektnamen „Local Emotion am Niederrhein“ entstand schnell der Oberbegriff „Lieblingsorte“, auch weil ein deutscher Slogan besser zum Thema Heimatgefühle zu passen schien, sagte Jan Kobernuss, Geschäftsführer der Freizeit- und Tourismusberatung, die im Projekt tätig ist, am Montag bei einer Bilanz im Ledigenheim in Dinslaken.

Mehr Standortförderung im Tourismus

Inspiration könnten die „Lieblingsplätze“ aber nicht nur Anreisenden aus der Ferne bieten. „Der Tourismus schaut inzwischen nicht mehr alleine auf die Gäste, sondern auch auf die Einheimischen. Das machte eine Region attraktiv. Heute geht es nicht mehr alleine um Aufenthalts-, sondern stark um Lebensqualität.“

Die Standortförderung spiele eine immer größere Rolle. „Doch am Ende geht es auch um Umsätze, also darum, wie Erlebnisse zum touristischen Produkt werden können.“ 2016 starteten Niederrhein Tourismus, der Kreis Wesel, die Städte Mönchengladbach, Krefeld und der Naturpark Schwalm-Nette mit dem Projekt. Nun laufen die Fördermittel von Land und EU aus, die nicht nur praktischen Tipps zum Urlaub am Niederrhein dienten.

Projekt soll weitergehen

Das Projekt hatte sich auch der Vernetzung ansässiger Akteure aus Tourismus, Kultur, Gastronomie und anderen Branchen angenommen. In sogenannten „Heimatwerkstätten“ wurden diese zusammen gebracht, um gemeinsam Konzepte und Kooperationen zu entwickeln, die lokale Angebote gezielt vermarktet sollen.

An den sozialen Medien führt dabei kein Weg mehr vorbei: Das Projekt setzt nicht nur im Imagefilm auf Instagram-Ästethik, die sich auf gedruckten Flyern und Plakaten wiederfinden, sondern verlegt einen großen Teil der Vermarktung direkt ins Netz. Selbst die Resonanz des Projekts messen die Projektpartner in tausenden Clicks, Likes und Follows, die ihre Accounts bislang bekamen. Doch solle das Ende der finanziellen Unterstützung nicht auch das Ende des gesamten Projektes sein. „Die Idee von Local Emotion wird bei Niederrhein-Tourismus integriert“, sagt Projektleiter Tobias Schmitz. Unter anderem die Plattform „Lieblingsplätze“ werde weitergeführt. „Wir wollen weiterhin zur Interaktion anregen.“

Ziel des Projektes

Die regionale Entwicklung des Niederrheins soll mit dem Projekt gefördert und Urlauber sollen angelockt werden. Hier gibt’s Informationen und Impressionen: www.lieblingsplatz-niederrhein.de. Likes für Lieblingsorte lassen sich außerdem auf www.facebook.com/LieblingsplatzNiederrhein oder auf Instagram @lieblingsplatzniederrhein verteilen.

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