Freizeit

Neues Angebot der Dinslakener Bücherei wird gut angenommen

Ulrich und Irmgard Smits aus Dinslaken nutzten den Sonntagnachmittag, um in Reiseführern nach Anregungen für den Urlaub zu suchen.

Ulrich und Irmgard Smits aus Dinslaken nutzten den Sonntagnachmittag, um in Reiseführern nach Anregungen für den Urlaub zu suchen.

Foto: Jochen Emde / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Viele kamen Sonntagnachmittag, um in der Stadtbibliothek Ruhe zu stöbern und zu spielen. Die erweiterten Öffnungszeiten machen es möglich.

Zwischen den Bücherregalen herum schlendern, ganz in Ruhe stöbern, auf einem Sofa sitzend in ein Buch hineinlesen oder Recherchieren und Lernen – all das geht momentan auch sonntags, denn die Stadtbibliothek bietet seit Kurzem erweiterte Öffnungszeiten an. Am vergangenen Sonntag war die Bücherei zum zweiten Mal von 13 bis 17 Uhr geöffnet, sehr zur Freude der Besucher.

Unter ihnen sind Irmgard und Ulrich Smit. Das Ehepaar sucht bei der Reiseliteratur nach Anregungen. Da beide in Vollzeit berufstätig sind, bleibt nur das Wochenende, um in die Bücherei zu gehen. Die zusätzlichen Öffnungszeiten finden sie „ganz, ganz toll“, denn samstags sei es bis mittags oft knapp geworden. „Das hat die Hektik aus unserem Samstagvormittag genommen“, freut sich Irmgard Smit und ergänzt: „Bücher sind Erholung.“ Daher schätzt das Ehepaar die schöne und ruhige Atmosphäre.

Für die Bachelorarbeit recherchieren

Da sind die beiden nicht die einzigen. Marcel Dose hat es sich auf einem der Sitzsäcke in der ersten Etage gemütlich gemacht. Der Student war in der letzten Zeit öfter hier, um an seiner Bachelorarbeit zu schreiben und zu recherchieren. „Es ist schön hier und ich bin gerne hier“, erklärt der junge Mann. Auch an der einen oder anderen Sitzgruppe in den Fensternischen sitzen Besucher, blättern in Zeitungen und Zeitschriften oder tauchen in die Welt der Bücher ein. Für die drei Mitarbeiter des Wachdienstes ist die Arbeit ebenfalls ganz entspannt.

Im Erdgeschoss wird nicht nur gelesen, sondern auch gespielt. Etwa eine Stunde, nachdem die Bibliothek ihre Pforten geöffnet hat, hängen einige Jacken über dem Garderobenständer in der Kinder- und Jugendbibliothek. In der Ritterburg sitzt der kleine Marlon mit Mama Katrin und Papa Jan auf einem grünen Kissen, das die Form eines Drachen hat, und schaut sich ein Buch über Bagger an.

Die junge Familie ist extra aus Moers gekommen, nachdem sie am Tag zuvor beim Besuch der Oma in Dinslaken den Tipp bekommen hat, wie Jan Hasenöhrl verrät. Seine Frau Katrin kommt aus Dinslaken und hat die Bücherei noch von früher in guter Erinnerung. „Es ist so schön gemütlich hier und man kann sich hier gut einen Nachmittag aufhalten“, findet sie auch heute und freut sich über das große Angebot, das es gerade für die Kleinen gibt, denn ihr Sohn sei ganz begeistert von Büchern.

Eine tolle Alternative

Ein paar Schritte weiter dreht sich auf einem der Spieltische ein kleines Karussell. Wenn es stehen bleibt, gilt es, zu erraten, welches Symbol sich unter dem Spielstein versteckt, auf den Monsieur Carrousel zeigt, für jedes richtige Ergebnis gibt es einen Sonnenstrahl. Die Kinder von Katja Karußeit sind eifrig bei der Sache und haben schon jede Menge Sonnenstrahlen gesammelt.

Bevor ein neues Spiel geholt wird, packen sie „Monsieur Carrousel“ wieder sorgfältig ein. Ihre Mutter findet das Angebot mit den Sonntagsöffnungszeiten „sehr schön“, es sei eine tolle Alternative – gerade an einem verregneten Tag wie diesem. Aber auch sonst ist die Familie regelmäßig in der Bibliothek. „Wir haben durchgehend CDs aus der Bücherei zuhause“, erzählt Katja Karußeit und am Sonntag hatte sie – so wie andere Besucher auch – wieder Nachschub zum Lesen und Hören auf dem Arm. Und die meisten sind sich sicher: Sie waren nicht das letzte Mal sonntags in der Stadtbibliothek.

Erste Bilanz

Bibliotheksleiterin Edith Mendel und auch die Verwaltung insgesamt zeigen sich sehr zufrieden, dass zum Auftakt am Sonntag, 13. Oktober, so viele Menschen im Haus waren, vor allem bei dem doch recht warmen Wetter und den gestarteten Herbstferien. Etwa 100 Leute hätten am ersten Sonntag die Bibliothek besucht. Auch die Möglichkeit, die Bücherei am Samstagnachmittag wurde gut genutzt: Bei der Premiere am 12. Oktober wurden 58 Besucher gezählt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben