Freibadverein

In Hiesfeld soll das vorhandene Becken saniert werden

Foto: NRZ

Dinslaken.   Vorstand des Freibadvereins informierte, was seit dem Ratsbeschluss unternommen wurde. Erste Machbarkeitsstudie soll Mitte Mai vorliegen.

Vor einem Monat sollte der Stadtrat das Aus des Freibades Hiesfeld besiegeln. Ein von der SPD vorgelegter Antrag verschaffte dem Freibadverein einen Aufschub, gibt ihm bis zur nächsten Ratssitzung Gelegenheit, eine Lösung für das Schwimmbad, das seit Jahren dicht ist, zu finden.

Am Mittwochabend informierten Thomas Giezek und Rainer Horstmann vom Vereinsvorstand sowie Guido Pfennig darüber, was seit dem Ratsbeschluss unternommen worden ist. Über 30 Vereinsmitglieder waren der Einladung in den „Hiesfelder Hof“ gefolgt.

Das vorhandene Becken soll saniert werden

Eine Frage beschäftigt die Mitglieder des Freibadvereins: Warum habe niemand geprüft, ob das vorhandene Becken saniert werden könne. Die Sanierung des alten Beckens sei nie Thema bei der Stadt gewesen.

Der Verein wolle zweigleisig unterwegs sein: Zum einen wolle man das Bürgergebehren aufleben lassen und zum anderen wolle man Unterlagen vorlegen, aus denen hervorgeht, dass das vorhandene Becken saniert werden könne. Dazu hat Guido Pfennig Kontakt mit Planern und Schwimmbadbauern aufgenommen.

Einen Termin im Freibad gab es bereits. Wie Pfennig sagte, soll Mitte Mai eine erste Machbarkeitsstudie vorliegen. Dem Rat wolle man aber drei Gutachten vorlegen, die alle belegen, dass das vorhandene Becken saniert werden könne.

Dann, so hieß es am Mittwoch, könne der Rat nicht anders entscheiden, müsse das Bad wieder in Betrieb genommen werden. Die im Ratsbeschluss vom Verein geforderte Bürgschaft über die volle Auftragshöhe sei ein „Totschlagargument“.

Giezek: „Wir wollen ein normales Freibad haben.“

Zurzeit werde geklärt, ob man das Bürgerbegehren, das 2017 ruhig gestellt wurde, wieder aufleben lassen könnte. Die Stadt und der Rat sind der Meinung, das sei rechtlich nicht möglich. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens haben einen Anwalt eingeschaltet und wollen die Frage gerichtlich klären lassen.

Die derzeitige Situation beschrieb Guido Pfennig so: „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir abwarten müssen.“ Trotz dieser Entwicklung wolle der Verein nicht aufgeben. Wie Thomas Giezek berichtete, sind einige Personen dem Verein beigetreten. „Wir wollen kein Spaßbad, sondern ein normales Freibad haben“, betonte der Vereinsvorsitzende.

Ratsbeschluss enthält mehrere Bedingungen

Der am 26. März gefasste Beschluss enthält mehrere Bedingungen, die erfüllt werden müssen: Das Architektur- oder Planungsbüro muss sich an einer erneuten EU-weiten Ausschreibung der Planungsleistung für die Errichtung eines Freibads am jetzigen Standort in Hiesfeld beteiligen und zur Absicherung der wirtschaftlichen Risiken soll das Angebot zudem eine „Bankbürgschaft in Höhe des Investitionsvolumens von bis zu acht Millionen Euro“ enthalten. Sollte ein entsprechendes Angebot nicht eingereicht werden, soll der Rat den Beschluss zur Sanierung „endgültig aufheben“.

Verein feiert am 19. Mai

Trotz allem will der Verein am Sonntag, 19. Mai, feiern. Anlass sind 95 Jahre Freibad Hiesfeld. 1924 wurde das Schwimmbad seiner Bestimmung übergeben. Das Fest findet in und an der Wassermühle statt.

Der Ort wurde gewählt, weil in jenem Jahr die Wassermühle ihren Betrieb einstellte. Und die Wassermühle damals die Unterkunft für den Bademeister und seine Familie wurde. Die Feier beginnt am 19. Mai um 12 Uhr.

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