Klimaschutz

Gerd Baßfeld fordert mehr Natur in Dinslaken

Gerd Baßfeld weiß, dass er als Politiker beim Thema Umweltschutz nicht nur Forderungen aufstellen darf.

Gerd Baßfeld weiß, dass er als Politiker beim Thema Umweltschutz nicht nur Forderungen aufstellen darf.

Foto: Heiko Kempken / Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Gerd Baßfeld von den Linken fordert, dass öffentliche Flächen zur Verfügung gestellt werden, damit Menschen etwas für die Umwelt machen können

Durch das kleine Tor gelangt man in den Garten, mehrere Bäume gibt es hier, verschiedene Sitzgelegenheiten, viele Sträucher, bunte Blumen, ein Teich mit Fischen ist auch vorhanden. Auf gut 1000 Quadratmetern ist mit den Jahren dieser Garten entstanden. Er liegt in Hiesfeld und gehört Gerd Baßfeld.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken hat zu einem Ortstermin eingeladen, um zu zeigen, was möglich ist. Und um deutlich zu machen, dass man als Politiker nicht nur andere zum Handeln auffordern sollte, sondern auch um zu zeigen, was jeder einzelne erreichen könnte. Man kann etwas machen, auch im kleinen, das sei seine Botschaft, so Baßfeld. Der Lokalpolitiker ist davon überzeugt, dass jeder sein Kleinklima mitgestalten könne: „Wenn es ganz heiß ist, ist es in meinem Garten ein paar Grad kühler.“

Es fehlen Ecken mit Wildblumen

Mit seinem Garten möchte der Lokalpolitiker zeigen, dass jeder persönlich etwas machen könne, jeder könne bewusster mit der Natur umgehen. Seine politische Forderung lautet, dass mehr Blumenwiesen angelegt werden. Den Stadtpark, sagt er, hätte er anders gestaltet. Ihm fehlen dort Ecken, in denen Wildblumen wachsen.

Es müssten Wege gefunden werden, damit Menschen, die nicht über einen eigenen Garten verfügen, für die Natur aktiv werden könnten. Für sie müsse die Kommune entsprechende „Räume schaffen“, fordert der Fraktionsvorsitzende. Städtische Flächen könnten zur Anlage von Gemüsegärten zur Verfügung gestellt werden. Solche Projekte sind seiner Ansicht nach im Stadtpark möglich, aber auch im Bergpark und an der Fliehburg. „Das muss organisiert sein“, so Baßfeld, der es auch toll findet, dass sich Leute um die Beete rund um die Straßenbäume kümmern.

„Heimat muss ich selbst pflegen“

In diesem Zusammenhang greift Baßfeld den Begriff Heimat auf: „Heimat muss ich selbst pflegen.“ Jeder habe eine Verantwortung für seine Stadt, das müsste vielmehr gefördert werden.

Nicht nur Gartenbesitzer sind seiner Meinung nach gefordert. Auch die Kommunen müssen aktiv werden. So könnten sie Plätze schaffen für Leute, die nicht die Möglichkeit haben wie er mit seinem Garten habe, meint Baßfeld. So könnten in der Stadt schöne Flecken entstehen.

Ohne Gift den Buchsbaumzünsler bezwungen

Im Garten müsse auch nicht immer Gift eingesetzt werden. So haber er den Buchsbaumzünsler ganz ohne den Einsatz von Chemie in den Griff bekommen. Mit viel Wasser. Im vergangenen Jahr, als viele Buchsbäume von den Schädlingen heimgesucht wurden, merkte Baßfeld, dass sie es gar nicht mögen, Wasser abzubekommen. Dann würden sie sich gen Boden abseilen.

Deshalb habe er im vergangenen Sommer fast jeden Tag den Wasserschlauch auf die Buchsbäume gerichtet und sie so gerettet. Die Raupen konnte er einsammeln, den Rest haben die Spatzen gemacht. In diesem Jahr gab es keine Probleme mit dem Zünsler.

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