BÄDER

Freibadverein legt Entwurf für Freibad Hiesfeld vor

Der Architekt sieht einen Beckenbau im bestehenden Betonbecken des Freibades Hiesfeld vor.

Der Architekt sieht einen Beckenbau im bestehenden Betonbecken des Freibades Hiesfeld vor.

Foto: aha

Dinslaken.   Architekt des Freibadvereins Dinslaken arbeitet an Konzeption für Freibadbau in Hiesfeld. Die Kosten sollen über zwei Millionen Euro liegen.

Der Freibadverein präsentiert seinen Mitgliedern bei einer Versammlung am 11. Juni einen Entwurf für den Bau eines Freibades in Hiesfeld. Wolfgang Hein, Architekt aus Rinteln und Vizepräsident des Deutschen Schwimm-Verbandes, arbeitet an einer entsprechenden Konzeption. Die Kosten sollen über zwei Millionen Euro liegen - die Stadtwerke hatten zuletzt etwa acht Millionen Euro verschlagt. Allerdings wird die Zeit für den Freibadverein knapp.

Freibadverein hatte Zeit bis zur nächsten Sitzungsfolge

Bis zur nächsten Sitzungsfolge hatte der Rat nach dem Vorschlag der SPD dem Freibadverein im März Zeit gegeben, ein Architekturbüro zu finden, das eine Planung für den Bau eines Freibades in Hiesfeld vorlegt und zudem eine Bankbürgschaft in Höhe des Investitionsvolumens beibringt. Am Montag schon beschließt der Aufsichtsrat eine Alternative zum Freibad in Hiesfeld, die der Öffentlichkeit am selben Tag präsentiert wird. Und am 6. Juni ist das Bäderkonzept bereits Thema im Sportausschuss.

Zu diesen Ergebnissen kamen die Stadtwerke

Nach den Ergebnissen der Gutachten, die zum Aus für die Freibadplanungen in Hiesfeld geführt haben, erlaubt die Bodenbeschaffenheit keinen Beckenbau auf dem alten Freibadgelände. Diese sei „so instabil, dass auch mit aufwändigeren Gründungstechniken die Stabilität eines Schwimmbeckens nicht dauerhaft garantiert werden kann“, begründeten im März die Stadtwerke. Bei kleinsten Schwankungen von nur zwei Millimetern könnten die Hygieneanforderungen nicht mehr erfüllt werden.

Das sagt der Architekt des Freibadvereins

„Wir zeigen auf, dass es doch geht“, so Wolfgang Hein. Sein Entwurf sieht den Bau eines 33-Meter-Beckens nicht neben sondern im alten Betonbecken vor – mit einer nachjustierbaren Edelstahlkonstruktion. Damit ließen sich im Falle einer Absenkung mehrere Zentimeter ausgleichen, so Hein. Die Kosten sollen etwa zwei Drittel unter den Berechnungen der Stadtwerke liegen, so Thomas Giezek, Vorsitzender des Freibadvereins. Die Entwürfe der Stadtwerke hätten einen kompletten Neubau vorgesehen, so Hein der sich neben dem Bau des Schwimmbeckens auf den Bau eines neuen Technikgebäudes und den Einbau neuer Technik beschränkt. Umso verärgerter ist der Freibadverein, auf dem Freibadgelände bereits viel zerstört worden sei.

Freibadverein droht Stadtwerken mit Strafanzeige

Weil auch das Becken selbst beschädigt worden sei, droht der Freibadverein mit einer Anzeige gegen die Stadtwerke. Diese würden das Bad „wissentlich kaputt gehen lassen“, so Giezek. Der Verein wollte das Becken für eine Untersuchung füllen lassen und wurde von den Stadtwerke darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Löcher von den Probebohrungen noch offen seien und zudem die Öffnungen der ehemaligen Beckeneinströmung seit Demontage der alten Aufbereitungsanlage mit offenem Rohr in der ehemaligen Filterstube enden. Das Befüllen mit Wasser sollte 5000 Euro kosten und der Verein für etwaige Schäden an der Filterstube aufkommen.

Forderung nach Bankbürgschaft sei „sittenwidrig“

Am Dienstag, 11. Juni, 19 Uhr, sollen die Pläne bei der Mitgliederversammlung des Freibadvereins präsentiert werden. Eine Bankbürgschaft für die gesamte Investitionssumme, wie in dem Ratsbeschluss verlangt, bringe er nicht bei, so Heine. „Das geht nicht“, sagt er, und sei „in der Form auch nicht üblich.“ Vorweg für alles zu bürgen - ein solches Prozedere sei ihm auch als Vizepräsident des Deutschen Schwimmverbandes noch nie untergekommen. Eine solche Forderung sei „sittenwidrig“, findet Thomas Giezek.

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