Tatort Münster

Dieser Dinslakener spielte den jungen Boerne im neuen Tatort

Eine Szene aus dem Tatort Münster: Vincent Hahnen (rechts) probiert als junger Karl-Friedrich Boerne selbstgemachtes Lakritz.

Eine Szene aus dem Tatort Münster: Vincent Hahnen (rechts) probiert als junger Karl-Friedrich Boerne selbstgemachtes Lakritz.

Foto: WDR / WDR/Willi Weber

Dinslaken.  Der Dinslakener Schauspieler Vincent Hahnen (15) schlüpfte im Tatort Münster in die Rolle des jungen Boerne. Der Film lief am Sonntag in der ARD.

Für den 15-Jährigen Vincent Hahnen schloss sich mit seiner Rolle im Tatort Münster (die neue Folge „Lakritz“ lief am Sonntagabend in der ARD) ein Kreis. Am Set des Krimis traf er auf Jan Josef Liefers, der im Krimi den Gerichtsmediziner Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne spielt. „Er war schon immer ein Vorbild für mich und eigentlich auch einer der Gründe, warum ich mich für die Schauspielerei interessiert habe“, sagt der Schüler des Dinslakener Otto-Hahn-Gymnasiums.

Er hatte Liefers in „Baron Münchhausen“ gesehen und war begeistert von diesem Film. Als er dann nach einer Maskenprobe ans Set des Tatorts musste, traf er dort auf sein Vorbild. „Du bist ja ich“, begrüßte Liefers seinen jungen Kollegen am Set – denn der schlüpft in die Rolle des jungen Gerichtsmediziners.

Zusage für den Tatort kam nach einem Tag

Von dieser Rolle hatte Vincent Hahnen über seine Agentur erfahren. Seit er vor zwei Jahren an der Seite von Jochen Busse in der Serie „Nicht tot zu kriegen“ zu sehen war, wird er von der Agentur vertreten. Zuerst nahm er an einem „E-Casting“ teil, schickte ein Video mit seiner Szene ein und wurde dann für ein weiteres Casting eingeladen. „Das war sehr lustig. Man hat die Rollen des jungen Boerne und seiner Jugendliebe zusammen gecastet“, erzählt der 15-jährige Nachwuchsschauspieler.

So hatte er schon die Gelegenheit, mit seiner späteren Drehpartnerin zu proben. „Man hat uns an dem Tag schon sehr lange dabehalten und wir haben uns schon gedacht, dass wir gut angekommen sind“, berichtet Vincent Hahnen von seinen Erlebnissen beim Casting. Bereits am nächsten Tag bekam er die Zusage für seinen Auftritt in der beliebten Krimiserie. „Der Tatort Münster ist einer der wenigen Tatorte, die ich immer gerne schaue, weil ich ihn lustig finde“, erzählt der Dinslakener. „Und die Rolle ist für mich ein einzigartiger Traum.“

So wurde Boerne zu dem, der er ist

Der 15-Jährige schlüpft in die Rolle des jungen Karl-Friedrich Boerne. „Die Folge beschreibt, wie Boerne zu dem wurde, der er heute ist“, sagt Vincent Hahnen. Dabei wäre der Gerichtsmediziner nicht ganz so „schlimm“, wie man ihn aus dem Tatort kennt. „Es passieren Dinge, die dazu führen, dass er so wird, wie man ihn heute kennt“, verrät Hahnen. Was genau, das konnten die Zuschauer am Sonntagabend erfahren, als der Tatort in der ARD lief – der Film ist nun abrufbar in der Mediathek.

Vincent Hahnen hatte die fertige Folge übrigens schon vorseher gesehen, denn der Tatort feierte in der vergangenen Woche in Münster mit Kinovorführungen Premiere, bei denen auch einige der Schauspieler anwesend waren. „Ich habe vom Publikum sehr viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Vincent Hahnen.

So loben Liefers und Prahl den Schauspieler aus Dinslaken

Und das nicht nur vom Publikum in Münster, sondern auch von seinen Schauspielkollegen beim Tatort-Dreh. „Ein ganz wunderbarer junger Karl-Friedrich Boerne und ein toller Kollege“, schreibt Axel Prahl, der im Tatort den Ermittler Frank Thiel spielt, auf seiner Facebookseite über den 15-jährigen Dinslakener. „Ich war sehr gespannt, wie der Professor wohl als 13-Jähriger aussah und wie er sich so benahm. Nachwuchsdarsteller Vincent Hahnen macht das mit großer Spielfreude sehr gut sichtbar“, urteilt Jan Josef Liefers.

Bei so viel Lob ist für den Nachwuchsschauspieler aus Dinslaken klar, dass er sich auch in Zukunft weiter dem Metier widmen möchte. „Ich schaue mal, was jetzt noch kommt“, sagt er. Ob er eine Schauspielschule besuchen möchte, weiß er noch nicht. „Regie finde ich auch interessant, weil man da aus allen Bereichen beim Film etwas lernt, da man das am Ende alles dirigieren muss“, sagt Vincent Hahnen. „Dann könnte man sich immer noch entschließen, doch lieber vor der Kamera zu bleiben.“

Aber die Branche reizt den jungen Dinslakener einfach: Der Spaß in eine Rolle zu schlüpfen, der Umgang der Schauspieler und anderen Beteiligten untereinander. Und wenn man als 15-Jähriger schon eine Rolle im Tatort bekommt, dann könnten natürlich auch noch weitere Rollen in Film und Fernsehen folgen. Vincent Hahnen würde sich darüber freuen.

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