Schulwege

Diese Schulwege in Dinslaken, Voerde sind gut oder schlecht

Die Frankfurter Straße zu queren, stellt vom Breiten Deich kommend eine Gefahr für  Autofahrer dar, aber vor allem auch für Fußgänger und Radler.

Die Frankfurter Straße zu queren, stellt vom Breiten Deich kommend eine Gefahr für Autofahrer dar, aber vor allem auch für Fußgänger und Radler.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken/Voerde.  In Dinslaken und Voerde gibt es an manchen gefährlichen Stellen Fortschritte. Andere Bereiche sehen Eltern kritisch und fordern Verbesserungen.

Morgens fahren viele Kinder und Jugendliche in Dinslaken und Voerde mit dem Rad zur Schule oder gehen zu Fuß. Einige Stellen bergen Gefahren für die Schüler, die ihren Eltern Sorgenfalten bereiten. In anderen Bereiche sind Fortschritte zu verzeichnen. Die NRZ hat sich umgehört und nennt positive sowie negative Verkehrs-Beispiele.

Frankfurter Straße/Breiter Deich in Voerde

Häufiger hervorgehoben wird bei der NRZ-Facebook-Umfrage der Abschnitt Frankfurter Straße/Breiter Deich in Voerde. „Die Kinder aus den Rheindörfern müssen vom Breiten Deich auf die Frankfurter Straße fahren“, sagt Ariane Möllenbeck. Gerade morgens im Berufsverkehr sei es nicht ungefährlich, da dort viel Verkehr herrsche und dieser durch die Linkskurve kaum vorherzusehen sei. Heidi Basse findet die Stelle „lebensgefährlich!“.

„Die Autos kommen so schnell aus der unübersichtlichen Kurve von Voerde Richtung Möllen, das man manchmal fast keine Chance hat, die Straße zu überqueren“, erklärt sie. Das hebt auch Peter Diederichs, erster Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Dinslaken-Voerde, hervor: „Gerade Schüler sind oft unsicher, wo sie die Frankfurter Straße überqueren können und werden daher oft von ihren Eltern zur Schule gebracht.“

Der kurze Radfahrstreifen an der Einmündung zum Breiten Deich sei keine Lösung. Damit es sich zukünftig bessert, schlägt Diederichs eine Ampel für Auto- und Radfahrer vor, die vom Breiten Deich kommend die Straße queren wollen. Diese sollte nur bei Bedarf und von Radfahrern per Knopfdruck geschaltet werden können. Der Stadt liegt der Antrag aktuell vor, eine Entscheidung steht noch aus.

Hühnerheide/Holzstraße in Dinslaken

An den Kreuzungsbereichen Hühnerheide/Holzstraße und Holzeweg Richtung Fuß-Wanderweg besteht ein erhöhtes Verkehraufkommen. Gerade wegen der Kita und der Gemeinschaftsgrundschule Hühnerheide hatte die SPD Dinslaken im Dezember 2017 einen Antrag gestellt, die Situation für Fußgänger zu verbessern und Querungshilfen gefordert. Nun soll die Querungshilfe laut der Stadt Dinslaken im Bereich Hühnerheide im Zuge der aktuell laufenden Baumaßnahmen „In den Drieschen“ erstellt werden. Mit der Fertigstellung der Baumaßnahme sei im Frühjahr 2019 zu rechnen, heißt es.

Rönskenstraße in Voerde

Für Christiane Nattkamp, Verkehrsunfallprävention der Kreispolizei Wesel, ist die Rönskenstraße an der Erich-Kästner-Grundschule ein positives Beispiel: „Hier wurde die Zufahrt mithilfe von Pylonen zugemacht, die Kinder laufen die letzten Meter zur Schule. Das klappt wunderbar.“ Die Eltern parken auf dem Schotterparkplatz davor und lassen ihre Kinder dann heraus. „Der Verkehrslotse Helmut ist hier ab 7.30 Uhr unterwegs“, sagt Nattkamp.

Jasmin Jansen kritisiert dagegen bei Facebook, dass die Rönskenstraße unbefestigt und die Beleuchtung eher spärlich ist. Es gebe nur eine Markierung auf dem Boden als Abgrenzung zu den Autos.

Gartenstraße in Dinslaken

Kristina Reißmann echauffiert sich bei Facebook über die Situation an der Gartenschule: „Heutzutage muss man sein Kind ja mit dem Auto in den Klassenraum fahren. Somit staut es sich in dieser engen Straße direkt vor der Schule, die Autofahrer sind ungeduldig, aggressiv und parken, wo es gerade passt, auch wenn es dort nicht erlaubt ist. Eine ganz gefährliche Situation für die Kids.“

Die Gartenschule macht die Eltern laut Reißmann oft darauf aufmerksam, dass sie die Kinder am Anfang oder Emde der Straße rauslassen sollen, aber das funktioniere dann zwei Wochen und dann sei wieder Chaos angesagt. Dem stimmt Yvonne Bohnenkamp zu: „Die Straße gehört definitiv für Autos gesperrt!“

>> WEITERE PROBLEMZONE IN VOERDE

  • Eine weitere Gefahr sieht Ramona Hallmann in Voerde: „In Spellen könnte der Weg von der Friedrich-Wilhelm-Straße in die Mehrstraße/Weseler Straße noch verkehrsberuhigter gestaltet werden. Ebenso von der Weseler Straße kommend. Die Wege um den Kindergarten und an der Grundschule verleiten immer noch zum Heizen – da hilft auch kein Blitzen an der Grundschule.“

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