Wacken

Band aus Voerde spielt dieses Jahr bei Wacken-Open-Air

 „Night in Gales“, eine Melodic-Death-Metal-Band, die ihre Wurzeln in Voerde hat, treten in diesem Jahr bei Wacken auf.

 „Night in Gales“, eine Melodic-Death-Metal-Band, die ihre Wurzeln in Voerde hat, treten in diesem Jahr bei Wacken auf.

Foto: Night in Gales / PR

Voerde/Wacken.  „Night in Gales“ treten bei einem der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt auf. Auch wenn es das dritte Mal ist, ist es doch etwas Besonderes.

„Natürlich freut uns das. Es freut uns sogar sehr. Aber gerechnet damit haben wir nicht.“ Tobias „Tobbe“ Bruchmann hält kurz inne, sucht nach den richtigen Worten. Dann haut der 45-Jährige sie doch einfach so raus wie sie ihm auf der Zunge liegen: „Dass wir da als „Opis“ nochmal auftreten, das denkt ja auch keiner.“

Dieses da, das ist vom Kreis Wesel – wo „Tobbe“ und seine „Band-Opis“ herkommen – rund 450 Kilometer entfernt, liegt in Schleswig-Holstein, in der Gemeinde Wacken. Zum gleichnamigen Open-Air – einem der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt – sind auch dieses Jahr wieder Zehntausende Metal-Fans angereist. Tobias ist mit der Band „Night in Gales“ dort: Am Samstag treten die fünf – Christian Müller (Gesang), Jens und Frank Basten (beide Gitarre), Tobias Bruchmann (Bass/Gesang) und Adriano Ricci (Schlagzeug) – von 21 bis 22 Uhr und damit zur „Primetime“ auf der History Stage auf. „Das ist ‘ne Hausnummer“, findet „Tobbe“. Denn auch, wenn die Band bereits 1998 und 2001 auf dem Festival aufgetreten sei und die Auftritte damals „riesig“ gewesen seien, werden sie wohl dieses Jahr noch etwas riesiger. Der „Primetime“ wegen – und der größeren Bühne, einem Doppelzelt.

Zu Beginn probte die Band in der Grundschule in Spellen

Am Mittwoch hat sich die Band, die ihre Ursprünge in Voerde hat, hier zu Beginn in der Grundschule in Spellen probte, auf den Weg nach Wacken gemacht – mit zehn vollen Autos. Mit im Gepäck haben die Jungs ihre neue, im vergangenen Jahr erschienene Platte „The Last Sunsets“. Im Herbst, wenn die Nachwirkungen des Festivals auch bei den „Metal-Opis“ dann hoffentlich verflogen sind, wollen sie ihre nächste Platte mit 13 Songs aufnehmen. „Jetzt aber ist erstmal Wacken dran“, sagt „Tobbe“.

Dafür haben sich alle Bandmitglieder extra freigenommen – von Jobs, Familien, Kindern und mehr. Logo, sagt „Tobbe“: „Während wir bei anderen Auftritten auch mal mit Vertretungsmusikern auftreten, war bei uns allen nach der Anfrage sofort klar: Das Wacken, das lassen wir uns nicht entgehen.“

>> DIE BAND „NIGHT IN GALES“

  • „Night in Gales“ haben sich im Mai 1995 in Voerde gegründet. Sie probten anfangs in einem Raum in der Grundschule Spellen, zogen später dann in einen Proberaum in Duisburg-Meiderich um.
  • Zur Band gehören aktuell Christian Müller (Gesang), Jens und Frank Basten (beide Gitarre), Tobias Bruchmann (Bass/Gesang) und Adriano Ricci (Schlagzeug). Sänger Christian Müller verließ die Band 1996. 2016 kehrte er wieder zurück.
  • Die Diskographie: Sylphlike (1995), Razor (1996), Towards the Twilight (1997), Thunderbeast (1998), Nailwork (2000), Necrodynamic (2001), Ten Years of Tragedy (2005), Five Scars (2011), Ashes & Ends (2014) und The Last Sunsets (2018).

>> DAS WACKEN-OPEN-AIR

  • Das Wacken-Open-Air (Eigenschreibweise: W:O:A) findet in Wacken, einer Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein, statt.
  • Das Heavy-Metal-Festival wurde erstmals 1990 veranstaltet. Mittlerweile ist es eines der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt und eines der größten Open-Air-Festivals Deutschlands. In den vergangenen Jahren zählte es laut der Veranstalter offiziell regelmäßig rund 75.000 Besucher. Inoffiziell sollen es eher rund 85.000 Besucher sein.
  • In diesem Jahr treten neben den Voerdern von „Night in Gales“ unter anderem Größen wie Airbourne, Anthrax, Beyond the Black, Hammerfall, Sabaton oder Subway to Sally auf.

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