Themenwoche Henrichenburg

Es wohnt sich gut im Dorf

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Henrichenburg.   Mit der letzten Gebietsreform im Jahr 1975 kam Henrichenburg zu Castrop-Rauxel. Seitdem, sagt Stadtentwickler Oldengott, hat sich im Dorf so einiges getan.

Nein, eine Liebesheirat ist es wahrlich nicht gewesen, als im Zuge der letzten Gebietsreform im Jahr 1975 Henrichenburg eingemeindet wurde. Weg von Waltrop. Den „Zuschlag“ erhielt Castrop-Rauxel.

„Diese Entscheidung war ausschließlich der räumlichen Zuordnung gezollt. Eine Entscheidung des Herzens kann man es wohl kaum nennen“, sagt Stadtentwickler Martin Oldengott.

„Der Zusammenhalt stimmt“

Fast 40 Jahre ist das nun schon her. Aber angekommen in Castrop-Rauxel, das sind zumindest die Ur-Henrichenburger wohl immer noch nicht so ganz, wie Oldengott meint. „Die Leute im Dorf sind sehr selbstbewusst, der Zusammenhalt stimmt einfach, man kennt sich“, erklärt der Stadtentwickler und meint das sehr wohl als Kompliment an die Henrichenburger. Überhaupt fällt dem Verwaltungsmann zu Henrichenburg nur Positives ein. Besonders bei jungen Familien sei das Dorf ein beliebter Wohnstandort. „Man lebt am Rande des Münsterlandes, mitten im Grünen. Die Strukturen stimmen, Henrichenburg und Becklem sind historisch gewachsen“, zählt Martin Oldengott die Vorzüge des Dorfes im Norden von Castrop-Rauxel auf. Und wie alle Stadtgebiete im Norden profitiert natürlich auch Henrichenburg vom Jahrhundert-Projekt Emscherumbau, bekommt das sozusagen als Tüpfelchen auf dem ohnehin schon grünen „I“ noch hinzu. Und damit es sich in Henrichenburg auch weiterhin so schön im Grünen leben lässt, will die Stadt auch keine weiteren Neubauflächen mehr ausweisen. „Es gibt vielleicht noch zwei kleinere Flächen, die bebaut werden können. Aber im Großen und Ganzen muss, wer nach Henrichenburg ziehen will, im Bestand suchen“, erklärt Oldengott.

Wohlwollend blickt der Planer übrigens auch auf die Entwicklung des Dorfkerns, der durch den Umbau der Volksbank noch einmal aufgewertet wurde. Auch die Nahversorgung sei gut. „Man bekommt alles, was man für den täglichen Bedarf braucht“, so Oldengott. Zum Shoppen von Bekleidung allerdings muss der Henrichenbuger sein Dorf verlassen. „Und dann zieht es ihn eher nach Waltrop und Recklinghausen als in die Altstadt“, weiß Martin Oldengott.

Und wie fällt die Zukunftsprognose des Planers für Henrichenburg aus? „Meiner Meinung nach ist Henrichenburg ein absolut stabiler Stadtteil mit guten sozialen Strukturen und einem lebhaften Vereinsleben. Daran wird sich garantiert auch in den kommen Jahren nichts ändern.“

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