Schule

CDU: Konzept der FNR schon seit Jahren erprobt

Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Castrop-Rauxel. Für Marlies Graeber ist die Sache klar. Nach Auffassung der schulpolitischen Sprecherin der CDU in Castrop-Rauxel hat sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Mollisch bisher einfach noch nicht inhaltlich mit dem Förderkonzept der Fridtjof-Nansen-Realschule auseinandergesetzt.

19 Fördergruppen

Nur so kann sich Graeber, die sich für den Erhalt der FNR stark macht, die Frage des politischen Gegners nach der Umsetzbarkeit des Konzeptes vor dem Hintergrund der für eine Realschule geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnung erklären.

Das Förderkonzept der Realschule, argumentiert Graeber, sei auch nicht neu, sondern vielmehr „seit Jahren erprobt“. Allein in diesem Schuljahr gebe es an der FNR 19 Fördergruppen, „an denen alle Schüler in unterschiedlicher Ausrichtung“ teilnehmen.

Zudem werde Parallelunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch angeboten. „Damit“, so Marlies Graeber in ihrer Stellungnahme, „besteht die Möglichkeit, schwächere Schüler in Förderkursen individuell auf den gemeinsamen Klassenunterricht vorzubereiten.“

Die Diagnose sieht sie als einen wichtigen Faktor an, um die Schwächen und Stärken der Schüler der Eingangsklassen 5 nach einem Vierteljahr festzustellen. Dabei würden fachliche, soziale und methodische Kompetenzen erfasst und „die Schüler in die entsprechenden Fördergruppen integriert“.

Als weiteres Argument für die Umsetzung des Konzeptes führt die CDU-Frau die Einrichtung sogenannter Patenklassen an. Da betreuen ältere Schüler die Jüngeren. So werde sichergestellt, dass kein Kind sich allein gelassen fühlt während der Schullaufbahn. Zudem sei beispielsweise auch die spätere Berufswahl schon Thema in der achten Klasse.

Als weitere Punkte für das Konzept führt Graeber die Grundlagen der Notengebung an der FNR sowie die Fachschaften an, die bereits „seit langem an differenzierten Lern- und Leistungsniveaus“ arbeiten würden, festgemacht an verschiedenen Inhalten wie z.B. unterschiedlichen Klassenarbeiten „mit dem Ziel, Stärken zu fördern und Schwächen zu beheben“.

Wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Mollisch darauf komme, dass nur acht Prozent der Eltern die Realschule wollen, das erschließt sich Marlies Graeber nicht. Sie führt ganz andere Zahlen ins Feld, die sehr wohl für den Erhalt der Schulform Realschule sprechen würden. Weder im Schulentwicklungsplan noch in der Auswertung der Elternbefragung seien die acht Prozent aufgeführt. Graeber: „Ganz im Gegenteil, die Angaben dort lauten: Über 20 Prozent der Eltern wählen die Realschule für ihr Kind.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben