Ferienzirkus

Bottroper Kinder üben konzentriert für die Zirkusgala

Das wird mal ein Drahtseilakt: Alexia Casselly gibt den jungen Artisten Tipps, wie sie  auf dem Seil einen Radschlag hinkriegen. Ganz wichtig dafür: viel Schwung nehmen, auch wenn’s sich wackelig anfühlt.

Das wird mal ein Drahtseilakt: Alexia Casselly gibt den jungen Artisten Tipps, wie sie auf dem Seil einen Radschlag hinkriegen. Ganz wichtig dafür: viel Schwung nehmen, auch wenn’s sich wackelig anfühlt.

Foto: Michael Korte

Kirchhellen.   In Bottrop-Kirchhellen trainieren 85 Mädchen und Jungen für ihre Kunststücke. Die Profi-Artisten und das Spielmobil-Team loben ihre Disziplin.

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Wenn sich am Samstag der schwere Vorhang zur beleuchteten Manege öffnet, dann haben 85 junge Nachwuchsartisten ihren großen Auftritt. Sie trainieren seit Dienstag jeden Tag sehr hart, um vor Eltern, Freunden und Bekannten eine atemberaubende Show im bunten Zirkuszelt abzuliefern. Die Profis der Familie Casselly zeigen ihnen in neun verschiedenen Workshops auf dem Johann-Terwellen-Platz, wie es richtig geht.

Schwung auf dem Trampolin

Stefani Casselly studiert zum Beispiel mit sieben „Trampolinis“ eine Sprungakrobatiknummer mit Tanzeinlage ein. Auf der Wiese vor dem Brauhaus am Ring sausen die Bewegungskünstler durch die Luft. Eine Rolle durch den Reifen wie auch der Stapelsprung werden nacheinander einstudiert. Die Teilnehmer hüpfen mit Schwung auf ein kleines Trampolin, um in die Höhe zu schnellen und dann sicher auf der Matte zu landen. Dort legen sie sich aufeinander, der letzte in der Reihe läuft über die entstandene Pyramide.

Radschlag auf dem Drahtseil

Alexia Casselly demonstriert Lara und Leonie direkt daneben, wie sie einen Radschlag auf dem Drahtseil machen können. Die Artistin stützt die Anfänger und gibt ihnen Tipps: „Ihr müsst die Körperspannung halten und euch mit viel Schwung auf dem Seil drehen.“

Beim Clown-Workshop üben junge Spaßvögel mit Antonio Casselly einen lustigen Gag nach dem anderen ein. Stimm- wie auch Schauspielübungen stehen auf dem Lehrplan. „Es ist wichtig, zwischen den Sätzen Pausen zu setzen“, so der Profi.

Bei den Feuerspuckern lodert die Fackel

Im blau-gelben Zirkuszelt schweben die ersten Mädchen und Jungen bereits hoch in der Luft. Sie hängen fest zwischen zwei weißen Tüchern, die an der Decke befestigt sind. Die Talente strecken ihre Arme und Beine weit auseinander, um sie dann wieder zusammenzuziehen. Karola Casselly achtet aufmerksam darauf, dass niemand herunterfällt.

Feurig und heiß geht es derweil bei den Feuerspuckern zu, die eine lodernde Fackel kurz auf verschiedene Punkte der Handoberfläche drücken. Dunja beginnt. Sie hält das brennende Holz hoch über ihren Kopf, um dann ihre Hand vor ihrem Körper durch die Flamme gleiten zu lassen.

Kostenloses Mitmachangebot

„In Kirchhellen sind die Teilnehmer unglaublich diszipliniert. Die Kinder sind mit totaler Begeisterung bei der Sache und machen mit“, betont Nadine Puylaert vom Spielmobil-Team, das den beliebten Kinderferienzirkus gemeinsam mit der Zirkusfamilie Casselly bereits seit 21 Jahren organisiert. „Es ist eine total entspannte Atmosphäre. Das Wetter ist in diesem Jahr überragend. Wir haben häufig noch 30 Tageskinder vor Ort, die das kostenlose Bastel- und Spielangebot nutzen.“

In dieser Woche könnten Unterhaltungssuchende noch ihre eigenen Jonglierbälle aus Filz basteln oder am Turmbau-Wettbewerb teilnehmen. „Wir nehmen kleine Holzbausteine dafür, die im Kreis übereinander geschichtet werden. Der Rekord liegt aktuell bei 3,76 Meter für den höchsten Turm. Das muss erstmal geschlagen werden.“

Helfer machen Event möglich

Die Nachfrage nach dem facettenreichen Angebot werde jedes Jahr ein weiteres Stück wachsen. Möglich wäre die Planung nur durch die 20 bis 25 ehrenamtlichen Helfer, die sich immer wieder einbringen. „Viele von ihnen kennen die genauen Ablaufe. Sie haben selbst mal beim Zirkus mitgemacht, unterstützen uns nun bei der Umsetzung wie beim Auf- und Abbau.“

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