Bauernolympiade

Verspieltes Ringen um Gold bei Kirchhellener Bauernolympiade

Der Spieleklassiker „Pinball“ im Großformat gehörte zu den Stationen der 12. Kirchhellener Bauernolympiade.

Der Spieleklassiker „Pinball“ im Großformat gehörte zu den Stationen der 12. Kirchhellener Bauernolympiade.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop-Kirchhellen.  Hundert Teams haben bei der Bauernolympiade „Vier gewinnt“ oder „Blinde Kuh“ im Großformat bewältigt. Zuschauer strömen zum Hof Steinmann.

Zu Pfingsten fand die 12. Kirchhellener Bauernolympiade statt. Alle drei Jahre melden sich Teams, die diese „Spiele ohne Grenzen“ mit einer möglichst hohen Punktzahl bestreiten wollen. Die meisten der diesjährigen 100 Teams sind wahrlich keine Neulinge bei der Olympia-Tradition.

Viele berichten von mehrmaligen Teilnahmen, Verena von den „Gescheckten Schnecken“ erzählt freudig von einem zweiten Platz beim letzten Mal. Das Team „Vollgas Sofort“ bezeichnet sich selbst als Veteranen. Jens vom Team stellt fest: „Wir haben in diesem Jahr sogar 25-jähriges Jubiläum. Bei der Bauernolympiade sind wir auch schon das neunte Mal.“

Großformatige Versionen bekannter Spieleklassiker

Diesmal gilt es unter dem Motto „Das Leben ist ein Spiel – Kirchhellen spielt mit!“ sieben Aufgaben verschiedener Art zu bestreiten. Hauptsächlich finden sich hier großformatige Versionen bekannter Spieleklassiker wie Vier Gewinnt oder Blinde Kuh. Selbst eine große Form des Spielhallenklassikers Pinball wurde auf dem Hof Steinmann aufgebaut.

Am Sonntag um die Mittagszeit sind die „Gescheckten Schnecken“ gerade bei ihrem zweiten Spiel, das Team „Vollgas sofort“ hat bislang eins gespielt. Bei den vielen angemeldeten Gruppen ist teils Geduld gefragt. Vollgas-Jens erklärt: „Wir haben alleine schon für das erste Spiel eine halbe Stunde angestanden“, aber so wäre es eben bei so vielen Teilnehmern.

Der Spaß am Spiel steht im Vordergrund

Während die genannten Teams schon recht zufrieden mit ihren bisherigen Leistung sind, ist das große Motto von „My Lovely Mr. Singing Club“: „Wir haben uns stets bemüht“. Jessy aus dem Damenverein erklärt: „Wir sind heute etwas eingeschränkt in der Leistung. Entweder sind die Teilnehmerinnen schwanger und gerade krank.“ Doch auch das trübt die Stimmung des Vereins nicht im Geringsten. Der Spaß am Spiel steht hier deutlich im Vordergrund.

Die Planungen für die Bauernolympiade laufen seit über zwei Jahren

Seit über zwei Jahren plante das 36-köpfige Komitee die Olympiade. Stefan Schulte erzählt: „Wir fangen eigentlich immer direkt nach der letzten Bauernolympiade mit der Organisation für die kommende an.“ Ein ganzes Stück Arbeit sei es. Am Ende der Olympiade gibt es natürlich auch einen Sieger. „Wir haben immer zwei Erstplatzierte. Einmal bei den Frauenvereinen und einmal bei den Männerteams.“ Der Preis der Spiele? „Man ist Olympiasieger“, lacht Schulte.

Aber auch einen Pokal würde es für die Erstplatzierten geben. „Das ist allerdings ein Wanderpokal. Der wird in drei Jahren dann wieder abgegeben“, erklärt Schulte. Aber das scheint für keins der Teams ein Problem zu sein, viele freuen sich auf einen Sieg.

Besucher machen sich bei den Spielen einen schönen Sonntag

Allerdings gibt es nicht nur für die Teilnehmer den ganzen Tag Programm, auch die zahlreichen Besucher und Zuschauer machen sich bei sonnigem Wetter einen angenehmen Sonntag. Viele Freundesgruppen breiten sich auf der großen Wiese aus, die Getränkestände haben allerhand zu tun, und auch die vielen Möglichkeiten der Verköstigung sind gut besucht.

Ein besonders beliebtes Fotomotiv ist das Olympiafeuer, das die Veranstalter am Rande der Olympiade aufgebaut haben. Zum Startschuss der Spiele wurde es entzündet von Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und Pastor Klaus Klein-Schmeink.

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