Verkehr

Schneiderstraße wird zwei Jahre lang zur Großbaustelle

Zwei Jahre lang werden die Arbeiten entlang der Schneiderstraße laufen. Sie werden aufgeteilt in vier Bauabschnitte.

Zwei Jahre lang werden die Arbeiten entlang der Schneiderstraße laufen. Sie werden aufgeteilt in vier Bauabschnitte.

Foto: Helge Hoffmann

Kirchhellen.   Am Montag beginnt der Fachbereich Tiefbau mit der schon vor Jahren beschlossenen Baumaßnahme. 6,7 Millionen Euro werden in Grafenwald verbaut.

Auf der Schneiderstraße beginnen am Montag, 29. April, die lang erwarteten Bauarbeiten. Der Fachbereich Tiefbau ergänzt das Kanalsystem um einen Grund- und Regenwasserkanal. Der Mischwasserkanal wird saniert und die gesamte Verkehrsfläche erneuert.

Was bisher geschah

Seit 2013 hatten Politik und Anwohner mit der Verwaltung wegen dieser Baumaßnahme gerungen. Die Anwohner wollten den Fahrbahnausbau so einfach wie möglich gestalten, weil die Stadt sie dafür zur Kasse bitten wird. Im Frühjahr 2015 hatte sich der Rat dennoch für den Vollausbau entschieden.Da hatte der Fachbereich Tiefbau allerdings schon seine Planung geändert und den Kanalausbau in den Nebenstraßen Grafenwalds vorgezogen. Die beliebten Zierkirschen hatte er aber dennoch schon fällen lassen.

Wegen dieser Vorgeschichte hat sich das Großprojekt bis jetzt verzögert. Um die Arbeiten für die Anwohner, Firmen und sonstigen Anlieger verträglicher zu gestalten, wird der Ausbau in vier Bauabschnitten durchgeführt (siehe Grafik). Insgesamt sind für die Fertigstellung der Arbeiten etwa zwei Jahre eingeplant. Verbaut wird ein Auftragsvolumen von circa 6,7 Mio Euro.

Kanalbau über 1,4 Kilometer

Die Kanalbaumaßnahme erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rund 1.400 Meter mit 35 Schachtbauwerken. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Schneiderstraße wird auf 30 km/h festgelegt. Bei der barrierefreien Neugestaltung der Schneiderstraße werden unter anderem vier Querungshilfen in die Fahrbahn eingebaut. Ein Blindenleitsystem an den Querungshilfen ermöglicht es künftig sehbehinderten Menschen, mittels eines Blindenstocks selbstständig, sicherer und leichter die Fahrbahn zu überqueren.

Zwischen der Bottroper Straße und der Töpferstraße wird ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn markiert. Das neue Beleuchtungskonzept an der Schneiderstraße ermöglicht neben der verbesserten Sichtbarkeit eine höhere Lichtqualität bei gleichzeitig verbesserter Energieeffizenz und damit niedrigeren Betriebskosten.

Einbahnstraße Richtung Sensenfeld

Die Baumaßnahmen werden nach Mitteilung der Stadtverwaltung jeweils unter Errichtung einer Einbahnstraße mit Fahrtrichtung zum Sensenfeld erfolgen. Eine großräumige Umleitung für den in östliche Richtung fahrenden Durchgangsverkehr wird über die Straßen „Zur Grafenmühle“ und Vossundern eingerichtet.

Als Ansprechpartner stehen Sylvia Behrens für den Kanalbau unter 70-4185 und Markus Schultze-Jakubowski für den Straßenbau unter 70-3962 zur Verfügung.

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