Heimathaus

Neue Ausstellung zeigt, wie das Dorf sich verändert hat

Schüler des Vestischen übergeben  Bilder für eine neue Ausstellung im Heimathaus in Bottrop. Unser Bild zeigt von links: vorn Fabian Große-Wilde, Jakob Schmitz, Hendrik Berger, Hannah Böing, Till Fockenberg, Linda Buer, Hunter Hoffmann. Hinten Schulleiter Matthias Plaputta, Peter Pawliczek vom Heimatverein und Kunstlehrerin Friederike Hohenhaus.

Schüler des Vestischen übergeben Bilder für eine neue Ausstellung im Heimathaus in Bottrop. Unser Bild zeigt von links: vorn Fabian Große-Wilde, Jakob Schmitz, Hendrik Berger, Hannah Böing, Till Fockenberg, Linda Buer, Hunter Hoffmann. Hinten Schulleiter Matthias Plaputta, Peter Pawliczek vom Heimatverein und Kunstlehrerin Friederike Hohenhaus.

Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Mit der Ausstellung „Kirchhellen - unser Dorf“ beteiligt sich der Heimatverein am Bottroper Jubiläumsjahr. Schüler steuern Dorfansichten bei.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Am Sonntag eröffnet der Heimatverein seine neue Ausstellung im Heimathaus. „Kirchhellen - unser Dorf“ ist ein Beitrag zum Jubiläumsjahr der Stadt Bottrop, die in diesem Jahr den 100. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte 1919 feiert. So heißt dann auch der Untertitel - mit dem Zusatz „Seit 1976 mit Kirchhellen“. Auch Neuntklässler des Vestischen Gymnasiums haben zu dieser Ausstellung beigetragen mit ihren ganz eigenen Dorf-Ansichten.

Luftbilder zeigen die Entwicklung

Die Geschichte, wie Kirchhellen zu Bottrop kam, will diese Ausstellung ausdrücklich nicht erzählen, sagt Peter Pawliczek, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde. Dass dieses Thema immer noch nicht ganz verarbeitet ist, lässt sich heraushören aus einem winzigen Zögern beim Satz: „Kirchhellen ist ja etwas Besonderes - in Bottrop.“

Stattdessen will der Heimatverein zeigen, wie Kirchhellen sich verändert hat seit 1976, sagt der Ausstellungsplaner Willi Stein. Deshalb hat er Luftbilder aus den 1980er Jahren neben aktuelle Aufnahmen gehängt. Die zeigen auf den ersten Blick: Das Dorf ist vor allem gewachsen. Zweite Blicke zeigen, was alles entstanden ist seit 1976, sagt Stein: „Die Autobahn, der Heidesee, der Movie Park, die neuen Siedlungen - man kann da viel erkennen.“

Kirchhellen im Linoldruck

Ergänzt wird der Blick von oben unter anderem durch WAZ-Seiten mit den statistischen Daten über die sieben Ortsteile. Und durch den Blick der Neuntklässler des Vestischen auf ihr Dorf. Kunstlehrerin Friederike Hohenhaus berichtet über das dreimonatige Projekt: „Die Vorgabe hieß: Kirchhellen im Linoldruck. Die Motive habe ich völlig freigestellt.“

Nicht überraschend dennoch, dass die Kirche St. Johannes ein beliebtes Motiv war, ebenso das Jugendkloster. Aber auch Detailansichten sind entstanden, Brezelbrüder, Wappen und ein Unter-Tage-Motiv aus dem Bergwerk. Der Förderverein des Gymnasiums hat einen großen Teil der Kosten getragen und den Schülern „Zeit und Muße gegeben zu experimentieren“, sagt die Lehrerin. Schulleiter Matthias Plaputta bedankt sich beim Förderverein und beim Heimatverein, „dass wir in diesem außergewöhnlichen Rahmen ausstellen können“. Die Linoldrucke der Schüler können auch käuflich erworben werden.

Ortsteilpaten berichten

Bespielt wird die Ausstellung von den Ortsteilpaten des Vereins „Natürlich Kirchhellen“, sagen Pawliczek und Stein: „Die kommen sonntags und erklären ihren Ortsteil.“ Bespielen wird die Ausstellung auch Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder. Dem hat der Heimatverein eine Amtsstube ins Heimathaus hineingebaut mit den Bildern aller seiner Vorgänger. Dort wird Schnieder während der Dauer der Ausstellung seine Bürgersprechstunde abhalten: jeden zweiten Montag von 15 bis 16 Uhr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben