Junges Museum

Neue Ausstellung thematisiert die Vergänglichkeit des Lebens

Künstlerin Hyuna Kang hält den Wachsring fest, der Teil einer ihrer Installationen ist. Er schmilzt langsam, während der andere Neonring weiter brennt.

Künstlerin Hyuna Kang hält den Wachsring fest, der Teil einer ihrer Installationen ist. Er schmilzt langsam, während der andere Neonring weiter brennt.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Die koreanische Künstlerin Hyuna Kang präsentiert Installationen und Bilder in Bottrop. Die Vernissage findet am Donnerstag statt.

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Von Leben, Tod und Vergänglichkeit erzählen die neun Werke von Hyuna Kang, die jetzt in der neuen Ausstellung „Angehaltene Zurückkraft“ zu sehen sind.

Die 31-jährige Koreanerin zeigt in Fotos, Bildern und Installationen, dass Vergehen und Entstehen zwei zusammengehörende Pole sind, die zu allen Dingen gehören.

Lichtkreise als Anschauungsmaterial

Zwei erleuchtete Röhrenkreise sitzen auf einem Holzgestell, während ein dritter dunkel danebenliegt. Totes Holz dreht über einem Glasspiegel seine Kreise, den warme Sonnenstrahlen von der Raumdecke erreichen. Besucher blicken erstaunt auf eine in Stein gefasste, verwelkte Blume. Sie betrachten einen gedeckten Essenstisch, auf dem verdorrtes Obst abgebildet ist. Es wird mit Stahldrähten zusammengehalten.

Die für sich wirkenden Arbeiten sind zum Teil sehr abstrakt, zum Teil sehr greifbar. Sie wirken vereinzelt in den Raum des Museums hinein. Vor einem Netz sind zwei weiße Ringe angebracht. Der eine ist ein Neonlicht-Kreis, der durch Elektrizität seine Leuchtkraft erhält, der andere ist gänzlich aus Wachs gefertigt und mit einem Docht versehen. Auf Wunsch brennt die Kerze ab und das vorerst heiße, dann kalte Wachs verteilt sich auf dem Boden. Die glühende Neonröhre brennt hingegen unermüdlich bis zum endgültigen Erlöschen.

Wichtig ist für die Künstlerin der Aspekt des Übergangs

„Das Wichtige an meiner Arbeit ist der Aspekt des Übergangs. Vergänglichkeit ist nichts Negatives, sondern kann positive Seiten haben“, so Hyuna Kang. Die Idee zu der Ausstellung kam der koreanischen Künstlerin während ihres Studiums an der Kunstakademie in Münster, das sie 2009 begann und 2016 abschloss.

Sie arbeitete ein Jahr studienbegleitend als Restauratorin im Archäologischen Museum, untersuchte, erforschte und restaurierte Urnen. „Es hat mir unglaublichen Spaß gemacht, die alten Gegenstände mit den Händen wieder zusammenzusetzen“, berichtet Kang. Die Form, zerstörten Objekten neues Leben einzuhauchen, sei das, was sie spannend gefunden habe und findet. „Das wollte ich auf meine Kunst übertragen. Der Kreislauf soll erkennbar sein.“

>> DIE ERÖFFNUNG

  • Die neue Ausstellung wird am Donnerstag, 15. Februar, mit einer Vernissage eröffnet.
  • Sie beginnt um 18 Uhr.
  • Die Künstlerin ist vor Ort und beantwortet Fragen.
  • Das Junge Museum hat Dienstags, Mittwochs und Freitags von 15 bis 18 Uhr auf, Donnerstags von 18 bis 21 Uhr.

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