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Lidl baut Metropol-Filiale in Oberhausen– Bürgerversammlung

Diese Visualisierung zeigt, wie die neue Metropol-Filiale nach der Fertigstellung aussehen soll.

Diese Visualisierung zeigt, wie die neue Metropol-Filiale nach der Fertigstellung aussehen soll.

Foto: Lidl / HO

Oberhausen / Bottrop.  Der Discounter Lidl plant eine neuartige und nachhaltige Metropol-Filiale an der Stadtgrenze zu Bottrop. Bürger können sich informieren.

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Die Filiale des Discounters Lidl an der Teutoburger Straße in Oberhausen, direkt am Kreisverkehr mit der Sterkrader Straße, soll grundlegend umgebaut und modernisiert werden. Das Unternehmen plant, dort – genau an der Stadtgrenze von Bottrop und Oberhausen – eine seiner neuartigen Metropol-Filialen zu errichten. Über das Konzept und den aktuellen Stand der Planung können sich Bürger am Mittwoch, 20. November, informieren. Die Stadt Oberhausen lädt ab 18 Uhr zur Bürgerversammlung ins Clubhaus des Golfclubs an der Jacobistraße 35.

Noch erarbeiten Lidl und Stadt Oberhausen einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Ziel ist der Neubau einer „städtebaulich anspruchsvollen Lidl-Metropolfiliale“ mit einer Verkaufsfläche von etwa 1.350 Quadratmetern. Darüber informiert die Stadt in einer ausführlichen Pressemitteilung. Für den Bebauungsplan läuft nun das frühzeitige Beteiligungsverfahren. Heißt: Interessierte Bürger können sich am Mittwoch über die allgemeinen Ziele und Zwecke des Unternehmens informieren.

10.000 Kunden pro Woche

Laut Lidl kaufen rund 10.000 Kunden pro Woche in der Filiale an der Teutoburger Straße ein. Das Geschäft übernimmt laut Stadt Oberhausen damit eine wichtige Nahversorgungsfunktion für den nördlichen Bereich von Osterfeld und für die Bereiche Tackenberg und Klosterhardt. Aber auch für Teile des Fuhlenbrocks ist der Markt von Bedeutung. „Um mit einem zeitgemäßen Filialkonzept diese wohnortnahe Versorgungsfunktion auch weiterhin langfristig am Standort wahrnehmen zu können, sind jedoch Modernisierungs- und Erweiterungsumbauten vorzunehmen.“

Und was heißt zeitgemäß? Die Lidl-Metropolfiliale zeichne sich im Vergleich zu herkömmlichen Basisfilialen insbesondere durch folgende Aspekte aus, teilt die Stadt mit: offener zweistöckiger Eingangsbereich, großzügiger heller Verkaufsraum im ersten Obergeschoss, darunter ebenerdiges Parken im Erdgeschoss sowie eine vollständig geschlossene und geräuscharme Warenanlieferung.

Verkaufsfläche im ersten Obergeschoss

Vom Parkplatz und von der Straße sollen die Kunden über Rollstiegen in das erste Obergeschoss gelangen. Es ist geplant, dass sich der Eingangsbereich mit einer Galerie und bodentiefen Fenstern über zwei Etagen zum Kreisverkehr an der Teutoburger Straße hin öffnet. In diesem Bereich soll der Baukörper zudem durch ein punktuelles Staffelgeschoss ergänzt werden, in dem unter anderem Räume für die Filialmitarbeiter vorgesehen sind.

Lidl wirbt zudem mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit: Die Abwärme der Kühlanlage etwa soll genutzt und im Zusammenspiel mit Wärmepumpen zur Klimatisierung des Gebäudes verwendet werden. Mit moderner LED-Beleuchtung und bedarfsgesteuertem Licht in den Nebenräumen sollen rund 25.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr im Vergleich zu herkömmlicher Beleuchtung eingespart werden.

Eine Dachbegrünung soll Schadstoffe aus der Luft filtern, auf dem Dach soll darüber hinaus eine Photovoltaikanlage rund 85.000 Kilowattstunden CO2-neutralen Strom pro Jahr aus Sonnenenergie produzieren. 90 Prozent des produzierten Stromes fließt in die Filiale, zehn Prozent sollen ins Netz eingespeist werden. Auf dem Parkplatz sollen Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge installiert werden.

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