Aktionstag des Handels

Kunden erhalten neue Einblicke in den Handel vor Ort

Näheres über die Geschäfte vor Ort erfahren, das konnten die Teilnehmer der geführten Einkaufserlebnistour beim „Heimat shoppen“. Hier machen sie Station vor der Askania-Filiale.

Näheres über die Geschäfte vor Ort erfahren, das konnten die Teilnehmer der geführten Einkaufserlebnistour beim „Heimat shoppen“. Hier machen sie Station vor der Askania-Filiale.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Einkaufserlebnistour durch Bottrop im Rahmen der Aktion „Heimat shoppen“ bot Historisches, aktuelle Informationen – und Überraschungen.

„Willst du mit mir gehen? Deine Stadt geht mit dir shoppen!“ So stand es auf den Einladungskarten zum „Heimat shoppen“ am Samstag in der Bottroper Innenstadt. Seit 2016 beteiligen sich Bottroper Geschäftsleute an der Kampagne und wollen darauf aufmerksam machen, dass man auch vor Ort gut einkaufen kann. Jeder, der in seiner Stadt shoppt, stärkt den örtlichen Handel. Citymanagerin Ute Schimmang ist überzeugt: „Man soll sehen, was man in Bottrop bekommen kann. Man muss nicht woanders hinfahren.“ Einkauf in der City kann, soll und muss ein besonderes Erlebnis sein.

Erste Stehpizzeria im Ruhrgebiet wurde in Bottrop eröffnet

So versammelten sich am Samstagmittag 20 erlebnishungrige Bottroper an der italienischen Weinbar Il Vinaio auf der Gladbecker Straße und nahmen dort unter Führung von Citymanagerin Ute Schimmang bei einer Einkaufserlebnistour neben Informationen als erstes Präsent ein Paket Spaghetti entgegen. Stadtführerin Antje Herbst wusste dazu, dass es schon um 1900 einen ersten italienischen Spezialitätenladen in Bottrop gab und die erste Stehpizzeria im Ruhrgebiet in Bottrop eröffnet wurde: „Bottrop war eben schon immer Innovation City.“ Bei der nächsten Tour-Station Askania, die besonders die Angebotslücke im Spielwarensortiment geschlossen hat, war sich die Filialleiterin sicher: „Bottrop freut sich inzwischen über uns.“

Anschließend ging es durch den Torbogen, wo Antje Herbst auf die Schilder „Für Fuhrwerke verboten“ und „Vorsicht Straßenbahn“ aufmerksam machte, zur Humboldt Buchhandlung. Annette Kubiak erklärte das Sortiment und hob besonders die Auswahl an Kinder- und Jugendliteratur hervor. Man versuche „sich besonders zu machen.“ Als Überraschung gab es eine „Schnitzeljagd“, 20 Bücher mit dem Heimatshoppen-Logo waren in den Regalen versteckt und durften von den Besuchern „gefunden“ werden. Auch der siebenjährige Dominik, der Vater Dietmar begleitete, erhielt kleine Überraschungen.

Im Fotoatelier am Rathaus gab es erst einmal eine Prosecco-Stärkung, bevor ein professionelles Gruppenbild erstellt wurde. Annette Friedenstein erhoffte sich, „dass Leute, die uns noch nicht kennen, jetzt Bescheid wissen.“ Bei Optik Pawlorek gab es im Jubiläumsjahr neben Gutscheinen auch Rosen für die Damen der Gruppe.

Konkurrenz durch große Einkaufszentren

In der Parfümerie Pieper konnten die Besucher ausgiebig Düfte testen und Proben mitnehmen. Johannes Stovermann, Inhaber von j-turn am Cyriakusplatz und nach eigenen Angaben „Bottroper Urgestein“, erläuterte die Schwierigkeiten des örtlichen Einzelhandels anlässlich schwindender Kaufkraft und der Konkurrenz durch Einkaufszentren in Essen und Oberhausen. Mit Besuchen bei Intersport Borgmann und dem Schuhhaus Ostermann endete die dreistündige Tour.

Neben vielen Informationen und alten Fotos von Stadtarchivarin Heike Biskup kam der Spaß nicht zu kurz, wenn Antje Herbst Bartbinden oder Sportunterwäsche aus dem 19. Jahrhundert präsentierte. Den Ausklang erlebten die Stadtwanderer im Café Extrablatt.

Die Tour hat sehr großen Anklang gefunden. „Schön, dass man die Geschäfte mal anders erlebt“ und „wir hatten viel Spaß, das haben wir uns so nicht vorgestellt“ war von den Teilnehmern zu hören. Beate Gevers war begeistert: „Super, ich liebe so was.“

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