Leseraktion

Viel Zuspruch beim WAZ-Leserfrühstück im Schloss Beck

Auf dem Weg zum WAZ-Leserfrühstück:  Lotta, Elias und Hanna mit Vater Andreas Wagner und Großmutter Elfriede vor dem Herrenhaus im Freizeitpark Schloss Beck

Auf dem Weg zum WAZ-Leserfrühstück: Lotta, Elias und Hanna mit Vater Andreas Wagner und Großmutter Elfriede vor dem Herrenhaus im Freizeitpark Schloss Beck

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop/Gladbeck.  Die WAZ-Leser sind derzeit ziemlich zufrieden mit ihren Lokalausgaben Bottrop und Gladbeck. Das zeigt eine Umfrage beim Leserfrühstück.

100 Leser aus Bottrop und Gladbeck hat die WAZ am Sonntag eingeladen zum Leserfrühstück im Freizeitpark Schloss Beck. Fast alle von ihnen zeigten sich bei Kaffee, Kakao und belegten Brötchen zufrieden mit ihrer Lokalausgabe. Aber auch bei dieser Gelegenheit zeigte sich: Bewohner des Bottroper Südens fühlen sich mit ihren Sorgen zuwenig wahrgenommen. Und das gilt nicht nur für die Schadstoffbelastung.

Der wohl jüngste Gast beim Leserfrühstück war der einzige, den das Frühstücksbüffet nicht wirklich interessierte. „Ich will zur Marienkäferbahn“, forderte Ben lautstark. Opa Johannes Kufen erbarmte sich schließlich, setzte sich den Jungen auf die Schultern und marschierte los. Das sollte für längere Zeit das letzte sein, was die Familie von den beiden sah: Auf dem Weg zwischen Achterbahn und Bötchenteich hat die Parkbetreiberfamilie Kuchenbäcker etliche Attraktionen für Kinder aufgebaut, an denen Ben Station machen wollte.

Dank an langjährige Abonnenten

Mit dem Leserfrühstück im Park bedankt sich das Team vom regionalen Lesermarkt NRW seit Jahren bei langjährigen Abonnenten für ihre Treue. Schlossherrin Karla Kuchenbäcker und ihr Team sorgen für Frühstück und Nachschub, dabei sind die Leser eingeladen zum Gespräch mit den Redaktionen, auch um Kritik zu äußern und Themen vorzuschlagen, die sie aus ihrer Sicht zu wenig beachtet sehen. Von dieser Einladung wurde in den Vorjahren eifrig und reichlich Gebrauch gemacht. Am Sonntag dagegen kaum: „Wir hier am Tisch sind uns einig. Wir sind eigentlich ganz zufrieden mit dem Lokalteil.“ Sven Wollau vom Funke User-/Lesermarkt freute sich am Ende deshalb über eine „extrem harmonische Veranstaltung: Offenkundig machen wir derzeit Vieles richtig - oder haben die richtigen Leute eingeladen.“

Nord-Süd-Gefälle

Auf gezielte Nachfrage der Gladbecker Redaktionsleiterin Tabea Beissert nach Problemen in beiden Städten kam es dann doch zum Vorschein, das gefühlte Nord-Süd-Gefälle in Bottrop, das die Leser auch in der Berichterstattung gespiegelt finden: „Kirchhellen bekommt täglich seine Seite. Aber was ist mit dem Bottroper Süden?“ Dabei haben es die Menschen durchaus selbst in der Hand, findet ein verdienter Gewerkschafter: „Sie müssen halt selbst mal lauter werden.“ Das habe zuletzt die Bürgerinitiative für saubere Luft eindrucksvoll bewiesen.

Gewünscht: Mehr Hintergrund

Was fehlt den Lesern noch? Beim Thema Schadstoffbelastung im Süden der Stadt oder beim Blick über die Stadtgrenze Richtung Kraftwerk Scholven wünschen sie sich vor allem mehr Hintergrund-Berichterstattung. Und: Die Reaktionszeiten auf Leseranregungen wie zuletzt bei den verschwundenen Parkplätzen an der Lindhorststraße könnten schneller sein. Durch den Umzug quer über die Osterfelder Straße im Jahr 2014 sei zudem die Erreichbarkeit des Leserladens deutlich verbessert worden. Ansonsten ist derzeit alles gut, sagen die Leser und machen sich gesättigt auf den Weg zur Erkundung des 1967 gegründeten Freizeitparkes, den sie selbst schon als Kinder oder junge Eltern besucht haben. Nicht alles finden sie wieder: Auf der ehemaligen Gocart-Bahn steht nun das große Kinderspielhaus.

Eine Anregung für das nächste Leserfrühstück lässt eine Leserin vom Lesermarkt-Team dann doch noch zurück. Einwegbecher für Kaffee und Kakao, das sei nun wirklich nicht mehr zeitgemäß. „Es gibt doch so schöne WAZ-Tassen. Vielleicht könnte man die beim nächsten Mal an die Gäste verteilen?“ Gute Idee, sagen Wollau und Janine Wieliczko von der Kundenbindung NRW.

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