Konzert

Männerchor und Blasmusik: Das passt auch diesmal

Das „MännerQuartett 1881“ hatte nach Kirchhellen unter anderem das Stadtgeburtstagslied „Bottrop“ mitgebracht.

Das „MännerQuartett 1881“ hatte nach Kirchhellen unter anderem das Stadtgeburtstagslied „Bottrop“ mitgebracht.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Zum zweiten Mal war das „MännerQuartett 1881“ Gast beim Kirchenkonzert der Kirchhellener Blasmusik in St. Johannes. Ein runder Nachmittag.

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Zum elften Mal fand am Volkstrauertag das Kirchenkonzert der Kirchhellener Blasmusik in der Pfarreikirche St. Johannes statt.

Wie auch schon im letzten Jahr stand die Formation um Dirigent Uwe Krause nicht alleine auf der Bühne. Auch das „MännerQuartett 1881“ war wieder mit von der Partie. Aufgrund der positiven Resonanz beim letzten Konzert entschied man sich, die gelungene Kooperation fortzuführen.

Historisches zur „Feuerwerksmusik“

Weil Thomas Quast, der Leiter des „MännerQuartett“, krank war, sprang kurzfristig Michael Meuers ein. Eingeleitet wurde das Konzert mit der Ouvertüre „Feuerwerksmusik“ von Georg Friedrich Händel. Dazu gab es einen einleitenden Kommentar von Uwe Krause: „Die Premiere von Händels Stück war ziemlich chaotisch. Man wollte passend zur Ouvertüre ein Feuerwerk zünden. Doch das ging leider eine Stunde zu früh los“. Mit dieser netten Anekdote brachte Krause gleich zu Beginn des Konzertes das Publikum zum Lachen. Was er nicht erzählte: Das Feuerwerk im Londoner Green Park wurde vollends zum Fiasko, als es einen Teil der Bühnenkonstruktion in Brand setzte. Nur Händels Musik rettete die Feier am 27. April 1749 zum Ende des österreichischen Erbfolgekrieges.

Weiter ging es zeitgenössisch mit dem eher melancholisch anmutenden Stück „Ammerland“ des niederländischen Komponisten Jacob de Haan. Während im letzten Jahr noch die Verabschiedung des Bergbaus im Fokus des Programms stand, lag der Hauptakzent des Programms dieses Mal auf dem Thema „Himmel“.

Hymne auf das Hundertjährige

Weiter ging es mit dem Chor, der stimmgewaltig das Stück „Morgenrot“ und Reinhard Meys „Über den Wolken“ vortrug. Letzteres hat Herbert Grunwald, Leiter des Polizeichors Dortmund, extra als Chorvariante neu arrangiert. Noch imposanter wurde es beim „Flieger-Marsch“, einem Stück aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“. Hier traten Chor und Blasmusik gemeinsam auf und ergänzten sich musikalisch zu einem mächtigen Klangbild. Das Publikum klatschte beschwingt mit.

Ein Schmankerl im Programm war sicherlich auch das Stück „Bottrop“, das vom „MännerQuartett“ anlässlich des 100-jährigen Stadtjubiläums kreiert wurde. Basierend auf Ralph Siegels Stück „Moskau“, das Ende der 70er Jahre durch die Gruppe „Dschingis Khan“ Bekanntheit erlangte, wurde es durch Otto Groll neu arrangiert und durch von Chormitglied Rüdiger Kolassa mit neuem Text versehen. Statt „Moskau, fremd und geheimnisvoll“ hieß es dann „Bottrop, du Stadt im Ruhrgebiet“.

Ökumenischer Ausklang

Für Edward Elgars Bravourstück „Klänge der Freude“, wohl besser bekannt als Marsch „Pomp & Circumstance“, hatte der Chor ebenfalls fleißig geprobt, um mit der Blasmusik gemeinsam aufzutreten. Auch Filmmusik war zu hören. So erklang ein Potpourri an Melodien aus dem Disney-Animationsfilm „Planes“. Ruhig und einfühlsam hingegen präsentierten die Sänger des Männerquartetts das Stück „Schau, was Liebe ändern kann“ aus dem Musical „Aspects of Love“ von Andrew Lloyd Webber.

Ebenso eindrucksvoll gestalteten sich die Orchesterdarbietungen des March Militaire No. 1 von Schubert und der St. Thomas Choral. Am Ende des Konzertes kamen die Sänger des Männerquartetts noch einmal auf die Bühne. Orchester und Chor sangen und spielten gemeinsam mit den Konzertgästen „Großer Gott, wir loben dich“ und brachten den Konzertnachmittag zu einem schönen Abschluss.

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