Vereine

Der Dorf-Verein schärft sein Profil

Der Vorstand des Vereins „Natürlich Kirchhellen“:  von links Jaqueline Burzynski, Volker Brieskorn, Rudolf Steinmann, Gitte Dieckmann, Gundis Jansen-Garz und der neue Beisitzer Marc Burdorf.

Der Vorstand des Vereins „Natürlich Kirchhellen“: von links Jaqueline Burzynski, Volker Brieskorn, Rudolf Steinmann, Gitte Dieckmann, Gundis Jansen-Garz und der neue Beisitzer Marc Burdorf.

Foto: Oliver Mengedoht

„Natürlich Kirchhellen“ will seine Aktionen künftig besser vermarkten und beim Wintertreff wieder Glühwein und Eierpunsch servieren

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Natürlich Kirchhellen“ feiert Zehnjähriges. Am 16. Oktober 2008 wurde der Verein gegründet, der sich der Belebung des Dorfes und seiner Ortsteile verschrieben hat. Als nächstes Ziel hat sich der Vorstand gesetzt, die lange geplanten Ortseingangsschilder auf die Straße zu bekommen. Die Vorsitzender Gundis Jansen-Garz will mit dieser und anderen Aktionen das Profil des Vereines schärfen.

Das erste dieser Schilder hat der Verein im August am Hans-Söller-Platz in Grafenwald aufgestellt. Die nächsten sollen ihren Platz finden an der Oberhof- und der Bottroper Straße. Die „erheblichen Verzögerungen“ bei der Umsetzung dieses Projektes begründete Schriftführer Rudolf Steinmann mit unerwarteten Hindernissen in Form von Genehmigungen oder Versorgungsleitungen, die eine Aufstellung am geplanten Standort unmöglich machten.

Vorsitzende Gundis Jansen-Garz erinnert die Vereine im Dorf daran, dass die neuen Tafeln auch als Werbefläche gedacht sind: Auf dem unteren Teil können Vereine auf ihre Veranstaltungen aufmerksam machen. Aufmerksam machen will der Verein in der nächsten Zeit auch auf sich und seine Aktionen, kündigt die Vorsitzende an: „Wir wollen an unserer Profilbildung arbeiten.“

Blumenampeln

Tue Gutes und rede darüber: Diese Devise will der Vorstand in den Vordergrund stellen. Zum Beispiel bei den 90 Blumenampeln, für deren Schmuck der Verein jährlich mehr als 3000 Euro ausgibt. Ein Vorschlag auf der Mitgliederversammlung: Klebt unser Logo an die Ampeln. damit jeder sieht, wer sich darum kümmert. Die Vorsitzende weiß: „Es gibt Verwechslungen etwa mit der Werbegemeinschaft.“

Zur besseren Information über den Verein in der Öffentlichkeit soll künftig auch Marc Burdorf beitragen. Der Feldhausener Partner von Stadtteilpate Marco Willer bei der Vermarktung eigener Gewürzmischungen hat sich bereit erklärt, die im Frühjahr stillgelegte Online-Präsenz des Vereins wieder an den Start zu bringen und für Vereinsaktion in den sozialen Medien zu sorgen. Dafür hat ihn der Verein einstimmig als Nachfolger von Rita Janinhoff in den neuen Vorstand gewählt.

Ein weiteres Projekt, das der Verein jetzt angehen will, hat etwas zu tun mit Heimat- und Geschichtsbewusstsein. An markanten Stellen im Dorf sollen historische Fotos frühere Ansichten des Dorfes zeigen. Der Heimatverein sieht als Projektpartner bestens aufgestellt.

Jetzt steht die Vorbereitung auf den Wintertreff des Vereins am ersten Adventswochenende auf dem Programm. Zwei Änderungen im gastronomischen Angebot wird es geben. Im Feldhausen-Zelt wird der Tennisclub den in den Vorjahren vermissten weißen Glühwein anbieten. Und im Grafenwald-Zelt gibt es wieder Eierpunsch.

Die historische Dorfkarte

Seit 1971 gibt der Verein für Orts- und Heimatkunde seine Schriftenreihe heraus, in der die Geschichte des Dorfes aus allen denkbaren Perspektiven betrachtet wird. Derzeit erarbeitet der Verein eine digitale Karte der Dorfgeschichte.

Die Karte „Alt-Kirchhellen“ im Internet basiert auf dem Adressverzeichnis Kirchhellens aus dem Jahr 1914. Sie zeigt alle Wohngebäude im Dorf, die um 1915 standen. Dazu sind die Eigentümer und Bewohner aus dem Jahr 1914 verzeichnet sowie der Status des Gebäudes. Wenn es schwarz markiert ist, steht es heute noch. Dazu gibt es historische und aktuelle Fotos sowie, soweit bekannt, Details über die Geschichte des Hauses. Der Hof Schumacher in Overhagen zum Beispiel trug früher den Namen Hörsken. Ein rotes Symbol bedeutet: Es ist abgerissen worden. Um die Karten weiter zu entwickeln, sucht der Verein historische Bilder zu den Gebäuden sowie Angaben zu Bau- und Abbruchjahr. Hinweise per Mail: fotos@heimatverein-kirchhellen.de.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik