Spendenaktion

Dank an viele Spender beim Kirchhellener Grillfest

Mehr als 150 mögliche Spender ließen sich in den Räumen der Volksbank typisieren.

Mehr als 150 mögliche Spender ließen sich in den Räumen der Volksbank typisieren.

Foto: Vladimir Wegener / FUNKE Foto Services

Kirchhellen  Vier Grillteams, zwei Spendenaktionen, Sonne satt: Das Kirchhellener Grillfest auf dem Johann-Breuker-Platz kannte am Samstag fast nur Gewinner.

. Drei Wattestäbchen und drei Minuten Zeit um Lebensretter zu werden. Klingt unmöglich, ist es aber nicht. Mehr als 150 mögliche Spender ließen sich registrieren bei der Typisierungsaktion der DKMS beim Kirchhellener Grillfest auf dem Johann-Breuker Platz. Auch die Haarspende-Aktion wurde ein Erfolg - und die Gastronomen-Teams waren erschöpft, aber hoch zufrieden.

Das Prinzip der Typisierung ist einfach. Der Spender bekommt drei Wattestäbchen und muss insgesamt drei Minuten die Wangen mit den Stäbchen abkratzen. Am Ende werden noch Daten notiert und die Stäbchen kommen ins Labor. Nachdem alles ausgewertet wird, startet die Suche nach dem „genetischen Zwilling“. Bei der Stammzellenspende geht es nämlich um Blutkrebs. Mit einer Stammzellenspende kann dieser geheilt werden. Das Gute ist: Alle zwischen 17 und 55 Jahren können mitmachen. Dabei zählt natürlich auch, dass der potenzielle Spender gesund ist und unter keiner chronischen Krankheit leidet.

Astrid organisierte die Aktion gemeinsam mit der DKMS. „Wir machen das jetzt schon zum dritten Mal. Bei den letzten beiden Mal haben wir insgesamt 11 Spender gefunden. Das ist schon sehr gut, diesmal hoffen wir natürlich auch, dass einige Spender dabei sein könnten.“

Einen „genetischen Zwilling“ zu finden ist sehr schwer. Aber die Organisatorin kann eine Erfolgsgeschichte erzählen von einem Kirchhellener, der einem Blutkrebs-Patienten mit seiner Stammzellenspende das Leben retten konnte. „Nachdem ich Bescheid bekommen habe, dass ich als Spender in Frage kommen kann, hab ich mich natürlich direkt gemeldet. Nach einigen Check-Ups war es im Januar dann endlich soweit. Zu wissen, man hat jemanden das Leben gerettet, ist schon ein sehr schönes Gefühl“, erzählt der Lebensretter.

Aber nicht nur Stammzellen wurden auf dem Platz gesammelt. Einige Meter neben den Grills der vier Gastro-Teams weiter ging es um Haare. Denn viele Krebspatienten verlieren ihre Haare z.B. bei einer Chemo-Therapie. Besonders Frauen oder Mädchen können darunter leiden. Die Spender müssen einen Zopf mit einer Mindestlänge von 25 Zentimetern abschneiden, damit die Haare zu einer Perücke verwertet werden können. Danach bekommen sie einen Gratis-Haarschnitt geschenkt. Außerdem werden die fertigen Perücken an krebskranke Kinder bis 18 Jahren gespendet. Der Wert der Perücken wird außerdem an die deutsche Krebshilfe gespendet. „Auch wenn viele dann hier ihre Haare lassen, kommen sie immer mit einem Lächeln aus dem Salon hinaus“, erklärt der Friseur. Initiatorin Kim Weber war begeistert über 25 gespendete Zöpfe: „Das ist eine Wahnsinnszahl für so kurze Zeit. Ich bin so stolz auf meine Friseure!“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben