Digitalisierung

CDU will Schulzentrum an schnelles Netz anschließen

Die Breitbandkoordinatoren Jan Schrader und Jonas Kochinke mit Dominik Nowak, Medienberater an der Sekundarschule (von links).

Die Breitbandkoordinatoren Jan Schrader und Jonas Kochinke mit Dominik Nowak, Medienberater an der Sekundarschule (von links).

Foto: Rainer Hürter

Kirchhellen.   Pilotprojekt: Der Komplex könnte an die Glasfaserleitung von Gelsen-Net angeschlossen werden. Technisch kein Problem, sagt der Anbieter

Die CDU will das Schulzentrum am Ring möglichst schnell an das Glasfasernetz anschließen. Möglich machen könnte das die Glasfasertrasse, die der Versorger „Gelsen-Net“ im Auftrag der Stadt-Wohnungsbautochter GBB quer durch die Stadt gebaut hat. Technisch wäre das kein Problem, sagt Markus Lübbers, Sprecher des Kommunikationsanbieters. Die Kosten für den Anschluss der Schule schätzt er auf eine niedrige sechsstellige Summe.

Debatte in der Bezirksvertretung

Wie bekommen wir schnelles Netz ins Dorf? Mit der Frage hatte sich die Bezirksvertretung auf ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt. Die SPD hatte ein Unternehmen aus dem Münsterland ins Gespräch gebracht, das Datenleitungen unter anderem am Ackerrand entlang verlegt statt in den Straßen.

Einladung an Koordinatoren

Um das Thema zu vertiefen, hat die CDU Kirchhellen die Breitbandkoordinatoren für die Region Emscher-Lippe Jan Schrader und Jonas Kochinke (WiN Emscher-Lippe GmBH) eingeladen. Das Thema der nächsten Jahre sei die Glasfaser bis zum Haus, sagen beide Experten einstimmig. Die Telekommunikationsunternehmen verlegen Glasfaserkabel in Gehwegen und im Asphalt.

Noch keine Schule angeschlossen

Schrader berichtete, dass keine Bottrop Schule mit Glasfasertechnologie versorgt wird, während bereits alle Schulen der Stadt Gelsenkirchen am schnellen Datennetz hängen. Von Förderprogrammen des Landes und Bundes konnte Kirchhellen und Bottrop bisher nicht profitieren. „Städte wie Dorsten und Schermbeck könnten als Vorbild dienen, wie sich schnelles Netz auch in der Fläche umsetzen lässt.“

Ein weiteres Fazit der CDU Kirchhellen: Wir können nicht warten auf die Umsetzung der angekündigten Förderprogramme des Bundes. Das könne noch etliche Jahre dauern. Kirchhellens CDU-Chef Rainer Hürter: „Der Einbau von Glasfaserkabeln und damit eine entsprechende Infrastruktur in Schulen und landwirtschaftlichen Unternehmen muss schnellstens umgesetzt werden.“

Pilotschule

Er verwies auf die Sekundarschule, die sich „auf den digitalen Weg gemacht habe“. Deshalb schlägt die CDU vor, Pilotschulen wie am Schulzentrum gezielt an das schnelle Netz zu bringen und nicht zu warten auf den Aufbau eines flächendeckenden Netzes. In Kirchhellen ließe sich dafür die vorhandene Gelsen-Net-Trasse nutzen: Sie führt durch die Hauptstraße, wäre also relativ nah dran am Schulzentrum.

In den nächsten Jahren müsse man schnell sein, um bei der Digitalisierung nicht den Anschluss zu verlieren. Hürter geht davon aus, dass bald an jeder Schule Medienberater installiert werden, die Arbeit an Medienkonzepten müsse weiterentwickelt werden.

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