Jugend

Breites Bündnis für die Sanierung der Skateranlage

Ein Trümmerhaufen wird repariert: Die Skateranlage hinter dem Kunstrasenplatz an der Loewenfeldstraße soll wieder ein Angebot für Kinder und Jugendliche werden.

Ein Trümmerhaufen wird repariert: Die Skateranlage hinter dem Kunstrasenplatz an der Loewenfeldstraße soll wieder ein Angebot für Kinder und Jugendliche werden.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Mehr als ein Jahr lang war die Skateranlage an der Loewenfeldstraße demoliert und ungenutzt. Jetzt gibt es ein Modell zur Wiederbelebung der Rampe.

Die seit Juni 2018 demoliert daliegende Skateranlage an der Loewenfeldstaße soll wieder belebt werden. Möglich macht das ein Paket, das der Verein Philipp Neri, die städtischen Fachbereiche Jugend und Grün sowie Bezirks- und Jugendpolitiker gemeinsam geschnürt haben. Kernpunkt: Nach der Reparatur im nächsten Frühjahr wird ein Streetworker ein Auge haben auf die Anlage.

Schon 2018 hatten Bezirksvertreter befürchtet: Ohne soziale Kontrolle werde die Skateranlage selbst in Kirchhellen nicht lange unbehelligt bleiben. Sie bekamen Recht, schnell und dramatisch. Seit Juni 2018 ist die Anlage außer Betrieb, weil trotz Absperrung zwei Laufflächen verschwunden sind und ein Stück der Unterkonstruktion verbogen ist. Metalldiebstahl und/oder Vandalismus vermutet die Verwaltung als Motiv.

Soziale Kontrolle

Eine Reparatur der Anlage ohne soziale Kontrolle danach macht nach dieser Vorgeschichte überhaupt keinen Sinn. Darüber waren sich die Bezirksvertreter einig mit dem Verein Philipp Neri, der sich für Jugendarbeit im Dorf stark macht. „Wir sind bereit, für die Reparatur noch einmal Geld aus bezirklichen Mitteln zu geben“, hatte Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder im September 2018 die Position der Politiker deutlich gemacht. „Aber nur, wenn eine Betreuung sicher gestellt ist.“

Macht der Umzug an einen anderen Standort Sinn? Ein Standort auf dem Hof des neuen Schulzentrums wurde wegen Platzmangels dort verworfen. Andere Stellen wurden diskutiert, mit Blick auf die Lärmschutzdebatte am Ehrenpark in der Bottroper Innenstadt aber ebenfalls nicht als geeignet bewertet. Politiker, Verwaltung und Verein kamen zu dem Schluss: Hinter dem Kunstrasenplatz des VfB an der Loewenfeldstraße sei die Skateranlage „weiterhin ein wichtiger Ort für die Kinder und Jugendlichen in Kirchhellen“.

20 Stunden pro Woche Betreuung

Also werfen jetzt die Bezirksvertretung und der Verein Philipp Neri zusammen und bezahlen die Reparatur, dessen Kosten der Fachbereich Grün auf 9000 Euro beziffert. Der Jugendhilfeausschuss hat diese Woche grünes Licht gegeben dafür, dass der Fachbereich Jugend in den nächsten beiden Jahren jeweils 19.200 Euro gibt für eine Betreuung der Anlage. Ein Mitarbeiter des Jugendklosters an der Hauptstraße soll die Anlage an 20 Stunden in der Woche betreuen. Der Fachbereich Grün wird einen neuen Zaun bauen, „damit ein Zugang von Menschen, die andere als sportliche Absichten haben, erschwert wird“. Zudem wird der Fachbereich das Grün pflegen und die Anlage reinigen.

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