Am Freitag

Jugendliche bereiten die Plakate für ihre Klima-Demo vor

Die Bottroper Regionalgruppe des Projekts Fridays for Future hat sich am Sonntag Morgen im Spielraum an der Prosperstraße getroffen, um Plakate für die Demo am nächsten Freitag vorzubereiten.

Die Bottroper Regionalgruppe des Projekts Fridays for Future hat sich am Sonntag Morgen im Spielraum an der Prosperstraße getroffen, um Plakate für die Demo am nächsten Freitag vorzubereiten.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   200 Teilnehmer sind angemeldet. Am Freitag findet die Klima-Demo der Schüler auf dem Berliner Platz in Bottrop statt. Die Plakate sind gemalt.

Die Vorbereitungen für die Demonstration am Freitag, 15. März, laufen auf Hochtouren. Die Ortsgruppe Bottrop „Fridays for Future“ traf sich am Sonntag im Saal des Spielraums an der Prosperstraße für die nötigen Vorbereitungen. Kartons wurden zerschnitten, Pinsel vorbereitet, Sprüche geplant.

Vanessa Piontek, die Delegierte der Ortsgruppe erklärt: „Das Projekt organisiert sich hauptsächlich über das Internet. Abgesprochen haben wir uns per Whatsapp“. Man suche auf der Internetseite des internationalen Projektes nach möglichen Ortsgruppen in seinen Städten und organisiere sich dann selbstständig, so die 16-jährige. Am Freitag soll die Demo auf dem Berliner Platz stattfinden. „Wir haben erstmal 200 Leute angemeldet, aber wir haben alle keine Ahnung, wie viele Leute kommen werden“, sagt sie.

Mitmachen bei der Klima-Demo ist wichtig

Robert Schuppan, ebenfalls 16 Jahre alt, war am Sonntag zum ersten Mal mit dabei. „Ich bin darauf aufmerksam geworden und bin einfach mal vorbeigekommen“, so der Schüler. Ihm sei es besonders wichtig, sich für den Klimaschutz zu engagieren, denn „die Älteren hatten ihre Chance etwas gegen den Klimawandel zu tun. Jetzt sind wir dran dies aufarbeiten zu müssen“, verkündet Robert selbstbewusst. Ebenso ist man sich in der kleinen Gruppe am Sonntag sicher: Das hier ist unsere Zukunft. Wie Vanessa beobachtet: „Viele glauben, das Mitlaufen bei der Demonstration würde reichen. Aber zu der Organisation vorher kommen sie nicht“.

Ein weiteres Problem, das die motivierten Jugendlichen sehen, ist die politische Stimmung um das Projekt herum. „Es ist völlig falsch, wenn verbreitet wird, dass wir am Demonstrationstag nicht zur Schule gehen“, erklärt Vanessa. Der Plan für Freitag sei es, nur in dem Block für die Demo nicht in der Schule anwesend zu sein, den Unterricht aber vorher und nachher regulär zu besuchen. „Ich habe Briefe an die Schulen geschrieben, um auf die Demo aufmerksam zu machen“, aber außer von ihrer eigenen Schule habe Vanessa bis Sonntag keine Rückmeldung erhalten.

Die Schulen unterstützen das Engagement

Den Lehrern, die zur Zeit der Demonstration Unterricht geben, sei es freigestellt, mit ihren Schülern zu der Demonstration zu gehen. „Man könnte es als Exkursion gestaltet“, schlägt Jessica aus dem Hintergrund vor. Robert ergänzt: „Wir wollen ja auf keinen Fall, dass die Leute die Demonstration zum Schwänzen ausnutzen. Das ist nicht unser Ziel“, betont er. Insgesamt hoffen die Schüler, dass sich in der Zukunft mehr Jugendliche für den Klimaschutz engagieren und eventuell auch einen Teil ihrer Freizeit für Organisation und Planung opfern und „nicht einfach nur Mitlaufen“, wie Vanessa bedauert.

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