Nacht der offenen Kirchen

In der Nacht werden die Gotteshäuser zu „Orten des Lichts“

In der Gnadenkirche tritt bei der 4. Nacht der offenen Gotteshäuser unter dem Motto „Eigen rockt“ der Evangelische Posaunenchor Eigen unter der Leitung von Gerd Jentzsch zusammen mit der Rockband „Tram“ auf.

In der Gnadenkirche tritt bei der 4. Nacht der offenen Gotteshäuser unter dem Motto „Eigen rockt“ der Evangelische Posaunenchor Eigen unter der Leitung von Gerd Jentzsch zusammen mit der Rockband „Tram“ auf.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Zehn Kirchen und zwei Moscheen haben sich in Bottrop an der Nacht der Offenen Kirchen beteiligt. Die Gotteshäuser wurden zu „Orten des Lichts“.

An der inzwischen 4. „Nacht der offenen Gotteshäuser“ nahmen am Freitag unter dem Motto „Ort des Lichts“ zehn Kirchen und zwei Moscheen teil. Die evangelische Gnadenkirche an der Gladbecker Straße war schon beim Veranstaltungsbeginn rappelvoll.

Pfarrer Naumann eröffnete den Abend mit dem Wunsch, im „Ort des Lichts“ sollten die musikalischen Beiträge ein Highlight sein. Der Chor „Euphonia“, eine der besten des Landes NRW, wärmte das Publikum gekonnt auf, bevor der „Eigen rockte“. Unter dem Titel „Eigen-Musik“ traten der Evangelische Posaunenchor und die Rockband Tram zum dritten Mal gemeinsam auf.

EigenMusik legt mit Stones Hit „Satisfaction“ los

Die besondere Fusion legte gleich mit dem Stones Hit „Satisfaction“ los. Der mächtige Bläserklang mit den rockigen, swingenden Rhythmen der Band wurde besonders beim Blues Brothers Medley umjubelt. Auch für die Musiker war dies nach dem Erfolg beim Stadtfest ein besonderes Erlebnis. „Wir werden die Zusammenarbeit fortsetzen“ verkündeten sie unter Beifall von der Bühne.

Auch in der Innenstadt war Musik die Hauptattraktion. In der Cyriakuskirche präsentierte der Saxophonvirtuose Ean Gidman Rocksongs und klassische Musik. In der ebenfalls gut gefüllten Martinskirche reisten die „Martin Gospel Singers“ mit ihrem Publikum um die Welt, weil „Musik leichter Grenzen überwinden kann.“ Zu internationalen Gospelsongs gab es Reiseberichte und schöne Bilder aus verschiedenen Kontinenten. Vor der Kirche versammelte die Trommelgruppe bei ihren rhythmischen Klängen eine Menschenmenge um sich. Beim anschließenden internationalen Gebet sprachen die Menschen Gebete in ihrer Muttersprache.

Bottroper lesen Lieblingsstellen aus der Bibel vor

Wortgewaltig ging es auch in der Kulturkirche Heilig Kreuz zu. Bekannte Bottroper lasen Lieblingsstellen aus der Bibel vor. Zu der passenden Kulisse der Bibelausstellung las Probst Jürgen Cleve aus den Psalmen und Benjamin Eisenberg verglich die „Tempelreinigung“ bei den verschiedenen Evangelisten miteinander und bezog in seinem Kommentar die Entwicklung in unserer Zeit mit ein.

Die bekannten „Lichtvespern,“ Abendgebete mit Kerzenlicht und mehrstimmigen Gesang in der Tradition der alten Kirche wurden in der Kreuzkampkapelle angeboten, während die Neu-Apostolische Kirche an der Eichenstraße auf „Lieder zum Mitsingen“ beim ausdrucksstarken Gesang des eigenen Kirchenchores setzte.

In allen Gotteshäusern endete der Abend um 23 Uhr mit dem gemeinsamen „Gebet der Vereinten Nationen“ von 1942. Darin bittet man um Frieden, Freiheit und Brüderlichkeit.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben