Tetraeder-Lauf

Im Laufschritt und 30 Kilo plus zum Bottroper Tetraeder hoch

Das Ruhrgebietspanorama hatten die Läuferinnen und Läufer beim Bottroper Tetraeder-Treppenlauf im Rücken.

Das Ruhrgebietspanorama hatten die Läuferinnen und Läufer beim Bottroper Tetraeder-Treppenlauf im Rücken.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Beim Tetraeder-Treppenlauf in Bottrop hatten die Läufer trotz aller Anstrengungen Spaß - ob im Eishockey-Dress oder in voller Feuerwehrmontur.

Viele der zahlreichen Teilnehmer des Tetraeder-Treppenlaufes konnten eine besonders atemberaubende Aussicht genießen. Im wahrsten Sinne des Wortes: Um nach oben zu kommen, brauchten die Läuferinnen und Läufer schließlich ordentlich Puste. Denn je nach Kategorie konnten die Teilnehmer zwischen fünf und elf Kilometer laufen und dabei 387 bis 1847 Treppenstufen hinter sich lassen.

Wem das noch nicht reichte, der konnte wie schon im vorigen Jahr auch wieder verkleidet mitlaufen. So wie etwa ein Sportkurs der Gesamtschule Osterfeld. Lehrer Philipp Hofmann hatte die Idee zu dieser Aktion. „Einige Schüler haben sich dann auch zusammengefunden“, erzählt er zufrieden und von mehreren Schülern umringt. „Ein Paar haben natürlich immer eine Mandelentzündung oder so etwas, aber ich finde toll, dass es geklappt hat.“ Die Gruppe war unter anderem als Basketballspieler, im Retro-Look, oder im Schlafanzug verkleidet.

In voller Eishockey-Ausrüstung inklusive Schläger die Stufen hinauf

Auch Martina Wiens ist am Sonntag verkleidet angetreten. „Ich bin schon zwei Mal normal mitgelaufen“, erzählt das Mitglied der Damenmannschaft des Eishockey-Vereins „Dinslakener Kobras“. Daraufhin habe sie sich für dieses Jahr dann in der Kategorie „Crazy Stairway Run“ gemeldet und ist in voller Eishockey-Ausrüstung inklusive Schläger gelaufen. „Naja, aber ein bisschen habe ich geschummelt, die Knieschoner trage ich nicht, wegen der Treppen.“ In dieser Kategorie wagen jedoch nicht so viele Teilnehmer den Antritt, wie bei den anderen Läufen. Siegerin Martina Wiens hat die Teilnahme dennoch gut gefallen. „Es war trotzdem sehr schön“, fand sie und lächelt zufrieden über ihren absolvierten Lauf.

Unter perfekten Bedingungen konnte dieses Jahr auch erneut der „Extreme Empire Run“ starten. Diese Kategorie zählt zu den besonderen Highlights des Tetraeder-Treppenlaufes und hat es in sich. Die Teilnehmer dieses Laufes legen elf Kilometer zurück und besteigen währenddessen 1847 Treppenstufen. Der Lauf ist eine besondere Herausforderung für viele, die es extrem wollen und lockt Teilnehmer aus ganz Deutschland nach Bottrop. Dieses Jahr gingen 173 Teilnehmer an den Start, um den härtesten Lauf zu bewältigen und kämpften um den Titel.

Feuerwehrleute tragen auch die Druckluftflasche die Stufen mit hoch

Eine weitere Besonderheit des Tetraeder Treppenlaufes ist bekanntlich auch der „Firefighter Stairway Run“, bei dem Männer und Frauen in voller Feuerwehrausrüstung antreten müssen. Das heißt, die Läufer tragen eine Schutzjacke und -hose, ihren Helm und Sicherheitsstiefel, sowie die Druckluftflasche. Mit diesem Zusatzgewicht von zirka 30 Kilogramm bewältigen die Männer und Frauen eine Strecke von 6,5 Kilometern mit 752 Treppenstufen. Trotz dieser Schwierigkeit erfährt dieser Lauf jedes Jahr aufs Neue viel Zuspruch. Dirk Hölken und Sebastian Herbst sind bereits zum vierten Mal mit dabei und trainieren regelmäßig für den Treppenlauf. „Wir sehen das als Vorbereitung für unsere Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr“, erzählt Hölken.

Trotzdem stehe am immer der Spaß im Vordergrund: „Wir machen das zur Spaß an der Freude.“ Beide Feuerwehrmänner sind bei der Freiwilligen Feuerwehr Herne aktiv. Aber nicht nur Männer wagen sich an die Stufen. Auch einige Frauen haben den Anreiz diesen Feuerwehr-Lauf zu bewältigen. So trat zum Beispiel Sabine Dopatka von der Freiwilligen Feuerwehr Jüchen dieses Jahr erneut bei dem Treppenlauf an. Auch sie trainiert als Vorbereitung auf die Tätigkeit als Feuerwehrfrau für diesen Lauf. Für sie galt vor allem: „Ich möchte mich nach dem letzten Jahr verbessern“.

Marketing-Verein für Bottrop zieht positives Fazit

Genau so zufrieden wie viele Läuferinnen und Läufer sind auch die Veranstalter vom Verein „Marketing für Bottrop“ mit der diesjährigen Veranstaltung. „Wir haben optimales Wetter für eine Sportveranstaltung“, erklärt Vorstand Claus Schwarz. „Durch Aktionen wie diese bleibt Bottrop nicht nur regional, sondern wird auch „halb-international““, meint Schwarz, „dadurch sehen Menschen wie schön Bottrop ist.“ Er dankt außerdem dem Leichtathletikverein LC Adler Bottrop für die Organisation. „Wir wissen wie viel Arbeit dahinter steckt“, betont Schwarz.

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